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Rollhockey im TuS Nord: Bärenstarke Männer — kriselnde Frauen

Rollhockey im TuS Nord: Bärenstarke Männer — kriselnde Frauen

Heute treffen die beiden Bundesligisten auf den RSC Darmstadt. Die Vorzeichen könnten dabei nicht unterschiedlicher sein.

Für den Rollhockey-Bundesligisten TuS Nord bietet sich heute (16 Uhr, Rollsporthalle Eckenerstraße) die nächste Gelegenheit, ihren Durchmarsch durch die Liga fortzusetzen. Das noch ungeschlagene Team empfängt zum neunten Spieltag den RSC Darmstadt.

Der Gegner aus Hessen reist sichtlich angeschlagen nach Düsseldorf. Darmstadt gelang in dieser Saison lediglich gegen Schlusslicht Wuppertal ein klarer Erfolg, in der Tabelle ist der RSC nach sieben absolvierten Spielen nur Achter (sieben Punkte). Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren eine herbe Enttäuschung aus Darmstädter Sicht. Aber immerhin: Die Krokodile bewiesen in den vergangenen Wochen Moral und gingen wettbewerbsübergreifend in den jüngsten vier Begegnung dreimal als Sieger vom Platz. Zudem entschieden die Hessen ihren bis dato letzten Besuch am Rhein glatt mit 3:0 für sich.

Trotzdem zählt für den TuS heute nur ein Heimsieg mit möglichst vielen Toren. Denn, dass die Unterrather trotz ihren vielen Siegen in dieser Spielzeit auf Rang zwei liegen, ist dem Umstand geschuldet, dass er sein spielfreies Wochenende bereits hatte und im Vergleich mit den punktgleichen Herringern lediglich in Sachen Torverhältnis schlechter dasteht. Das soll sich heute ändern.

Ganz anders sieht bei den Damen des TuS aus: Drei Begegnungen, null Punkte, fünf eigene Treffer und satte 18 Gegentore. So liest sich momentan die ernüchternde Bilanz der TuS-Damen in der Rollhockey-Bundesliga. An dieser Statistik sollte sich schleunigst etwas ändern, dies ist allen Beteiligten klar. Da ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass die Nuber-Mannschaft nach einem ordentlichen CERS-Cup-Auftritt nun heute (18 Uhr, Rollsporthalle Eckenerstraße) auf die ebenfalls krisenbehafteten Darmstädter trifft. Der RSC kommt im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren in dieser Saison ähnlich wie Düsseldorf nicht ins Rollen. Die Hessinnen stehen mit vier Punkten, aber ohne „echten“ Sieg auf Rang sechs der Tabelle und hinken den eigenen Erwartungen hinterher.

Dass der Rückschritt beider Mannschaften in dieser Spielzeit besonders groß ist, verdeutlicht vor allem das bis dato letzte Aufeinandertreffen: In der Vorsaison kamen beide Teams aufgrund ihrer herausragenden Leistungen bis ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und standen sich zuletzt im Spiel um Platz drei gegenüber. In einer hochdramatischen Partie ging der Schlagabtausch in der vergangenen Saison knapp mit 5:4 an Düsseldorf. Für die Zuschauer bleibt also zu hoffen, dass sowohl Darmstadt als auch der TuS schnell zu alter Stärker finden und die heutige Begegnung beider Teams ähnlich spektakulär verläuft. cokl