"Rock gegen Rechts": Spiel, Spaß und ganz viel Musik im Volksgarten

"Rock gegen Rechts": Spiel, Spaß und ganz viel Musik im Volksgarten

Die Band „Sido Wacho“ spielt als Hauptattraktion bei dem Festival am Samstag im Volksgarten.

Düsseldorf. Der Anspruch, den Uwe Funke an sich selbst und an die Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ stellt, ist ganz klar definiert. „Wir wollen das größte antifaschistische Festival gegen Rechts in dieser Stadt sein.“ Deshalb hat sich der Veranstalter mit seinem Team für den kommenden Samstag ab 15 Uhr auf der Ballonwiese im Volksgarten einiges einfallen lassen, um diesem Anspruch auch gerecht zu werden.

Foto: Melanie Zanin

37 Organisationen werden ihre Infostände aufbauen. Das ist absoluter Rekord. Im Vorjahr waren es nur 20. Zum ersten Mal dabei ist der Verein „Tacheles“. Seit über 23 Jahren macht der Verein auf soziale Ausgrenzung sowie die Einschränkung der Rechte „Armer“ aufmerksam. Außerdem feiern unter anderem die IG Metall, die West Antifa Connection, das Solidaritätsnetzwerk Düsseldorf, der Frauenverband Courage, die Grüne Jugend, Feministische Aktion Düsseldorf, Aufstehen gegen Rassismus, die Mahn- und Gedenkstätte sowie der Deutsche Hanfverband ihre Premiere.

Als Headliner im Musikprogramm steht die Band „Sido Wacho“ auf der Bühne. Eine internationale Band aus dem französischen Lille und aus Santiago de Chile. Sie standen in diesem Jahr bereits bei großen und renommierten Festivals wie dem „Fusion“ auf der Bühne. Sie bieten spanischen Gesang und französischen Rap mit Akkordeon und Trompete an. Ihre Texte sind politisch und kritisch.

Ursprünglich kommen „Shoshin“ aus Manchester, inzwischen leben sie aber in Berlin. Die dreiköpfige Band veröffentlicht bald schon ihr drittes Album. Sie spielen Hip-Hop, Reaggae und Punk. Mit „Subversive Brats“ und „Die Grobe Liederwurst“ sind auch zwei Bands aus der Landeshauptstadt dabei. „Molly Punch“ aus Köln sind Punkrocker.

Etwa 20 000 Euro beträgt der Etat der Veranstaltung, an dessen Förderung sich auch das Kulturamt beteiligt. Außerdem gab es bereits im Vorfeld einige Solidaritätskonzerte. „Es sieht so aus, als ob wir mit dem Getränkeverkauf erstmals ein kleines Plus erzielen werden. Damit können wir eine Rücklage für das kommende Jahr bilden“, sagt Sprecherin Carina Schulz. In diesem Jahr werden erstmals bedruckte T-Shirts für 15 Euro verkauft. Außerdem kann man die Veranstalter unterstützen, indem man Buttons oder Armbänder kauft. Der ist Eintritt frei. Für die Kleinen gibt es eine Kletterwand und eine Hüpfburg.

Aus Sicherheitsgründen ist Glas verboten und auch Kunststoff-Strohhalme sind nicht erlaubt. „Es war immer eine mühselige Arbeit, die hinterher auf dem Rasen aufzusammeln.“ Angst vor Zusammenstößen mit der rechten Szene haben die Verantwortlichen nicht. „Wir sind dort zu viele Leute und haben außerdem eine Security vor Ort. Zudem erkennen wir, wenn jemand nicht zu uns gehört und sprechen ein Platz- und Hausverbot aus“, erklärt Funke.

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