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Risiko zu hoch: Kötter bewirbt sich nicht beim Flughafen Düsseldorf

Risiko nicht ausreichend kalkulierbar : Kötter-Security bewirbt sich nicht beim Flughafen Düsseldorf

Kötter bewirbt sich nicht um einen neuen Vertrag für die Passagier- und Gepäckkontrollen am Flughafen Düsseldorf. Geschäftsführer Peter Lange sieht gute Chancen, dass der neue Dienstleister alle Mitarbeiter übernimmt.

Der Dienstleister Kötter Aviation Security beendet seine Tätigkeit am Düsseldorfer Flughafen. Die Firma war über 15 Jahre für die Fluggast- und Gepäckkontrolle zuständig. Der bestehende Vertrag mit dem zuständigen Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums läuft zum 31. Mai 2020 aus.

Nach zuvor angekündigter Prüfung einer möglichen Bewerbung, will Kötter an der Neuausschreibung des Vertrags nicht teilnehmen. Die Firma hatte zunächst erklärt sich zu besseren Rahmenbedingungen wieder bewerben zu wollen. Grund für die Absage sei „keine ausreichende Kalkulierbarkeit des unternehmerischen Risikos“, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Der Sicherheitsdienstleister hatte bereits im Oktober den Ausstieg verkündet und betriebswirtschaftliche Gründe angeführt. Geschäftsführer Peter Lange sprach gegenüber dieser Zeitung von Verlusten in Millionenhöhe. Mit dieser Entscheidung schaffe das Unternehmen noch vor Ende der Angebotsfrist Klarheit. Insgesamt sind rund 1.100 Mitarbeiter betroffen.

Geschäftsführer Lange zeigt sich optimistisch, dass der neue Dienstleister alle Mitarbeiter übernehmen wird: „Für diese anspruchsvolle Dienstleistung ist jede und jeder einzelne aktuell Beschäftigte unabkömmlich. Der neue Dienstleister wird meiner Meinung nach nicht umhinkommen, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen eines Betriebsübergangs zu übernehmen.“

Immer wieder hatte es Probleme bei der Abfertigung in den Sicherheitsschleusen gegeben. Häufig seien Personalengpässe die Ursache dafür gewesen. Insbesondere während der Sommer- und Herbstferien mussten sich Reisende auf längere Wartezeiten einstellen.