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Riesenlager für Waschmittel wächst 30 Meter in die Höhe

Riesenlager für Waschmittel wächst 30 Meter in die Höhe

Ab dem Frühjahr 2014 können 15 Laster in einer Stunde parallel beladen werden.

Düsseldorf. Noch schieben schwere Schaufelbagger das Erdreich vor der Industriesilhouette des Henkelwerks hin und her. Doch schon in einem Jahr wird in Holthausen eins der modernsten Lagerzentren des Konzerns nur für Wasch- und Reinigungsmittel entstanden sein. Wie die WZ berichtete, sollen gleich vier bundesweite Lager hierdurch ersetzt werden.

„Wir werden durch die Investition in Höhe von 35 Millionen Euro viele Produktbewegungen vermeiden“, erläutert Vorstandsmitglied Bruno Piacenza. Einsparungen, Effizienz und Nachhaltigkeit würden durch den 30 Meter hohen Neubau gewährleistet. Geplant ist der Einsatz modernster Technologie in dem entstehenden Hochregallager auf einer Fläche von 150 mal 120 Metern: 90 000 Paletten mit mehr als 25 Millionen Paketen Wasch- und Reinigungsmittel können hier künftig gelagert und automatisch per Knopfdruck auf- und abwärts manövriert werden. Und noch ein Superlativ: 15 Laster gleichzeitig können in einer Stunde beladen werden. Sie werden künftig nur noch von Düsseldorf aus den gesamten deutschen Markt und das benachbarte Ausland mit den entsprechenden Marken aus dem Hause Henkel bedienen — Persil natürlich, Purex, Dixan, Fa, aber auch Produkte von Schwarzkopf. Die Umschlagskapazität beträgt mehr als 1,2 Millionen Paletten jährlich. Einziges Manko trotz verkündeter Nachhaltigkeit: Laut Pressesprecherin Dorothee Geisel werden erst mal nur Laster an das Logistiknetz angebunden. Geplant sei aber in Zukunft, auch das vorhandene Schienennetz direkt von Holthausen aus zu nutzen.

Dennoch sei das neue Lager ein großer Umweltgewinn, wenn es im Frühjahr 2014 losgeht: Durch die Automatisierung des Lagers und die direkte Anbindung an die Düsseldorfer Produktionsstätte könnten pro Jahr rund 1,5 Millionen Gabelstapler-Bewegungen eingespart werden. Hinzu komme ein geringerer Energieaufwand durch die kompaktere Bauweise und die Nutzung moderner Beleuchtung sowie Klima- und Dämmungssysteme. Vor einem Jahr begannen die Planungen laut Vorstand Piacenza. „Aber davor hatten wir auch schon lange über das Projekt diskutiert.“