Rhein-Polo-Club: Pferdepfleger stirbt bei Großfeuer

Rhein-Polo-Club: Pferdepfleger stirbt bei Großfeuer

Der 64-jährige Tierpfleger rettete alle 40 Pferde der in Willich gelegenen Stallungen des Düsseldorfer Vereins. Dann starb er - vermutlich an einer Rauchvergiftung.

Düseldorf/Willich. Schreckliche Nachrichten für den Düsseldorfer Rhein-Polo-Club: Die Stallungen auf dem Hülsdonkhof in Willich sind in der Nacht zu Montag abgebrannt. Ein dort lebender 64-jähriger Pferdepfleger starb - kurz nachdem er die 40 dort untergestellten Pferde gerettet hatte.

Zur Brandursache ist bislang noch nichts bekannt. Der an der Lunge erkrankte Pferdepfleger starb vermutlich an einer Rauchvergiftung. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte rund zehn Stunden. Erst am späten Vormittag konnten die letzten Glutnester gelöscht werden.

Der ehemalige Grey-Chef und Vorsitzende des Clubs, Bernd M. Michael, zeigte sich bestürzt: Da es nur wenige Angehörige des gestorbenen 64-Jährigen gebe, werde sich der Verein zusammen mit der Besitzerin des Hofes, Dorrith van de Sandt, um die Beerdigung kümmern. "Das ist doch Ehrensache, dass wir dann da sind", sagte Michael am Montag.

Der Rhein-Polo-Club wurde 1975 gegründet. Inzwischen gibt es auf dem Willicher Hülsdonkhof Clubräume, Trainingsanlagen und mehr als 100 Pferdeboxen. Neben Gründungsmitglied Bernd M. Michael ist auch der Düsseldorfer Kö-Pelzhändler Peter Slupinski im Vorstand tätig.