Rentnermord: Kripo gibt auf

Rentnermord: Kripo gibt auf

Mordkommission im Präsidium wird aufgelöst.

Düsseldorf. Bleibt der Mord an Johanna Joppe (91) und Nikolaos Hatzikostas (86) für immer ungesühnt? Wie Staatsanwältin Britta Schreiber am Dienstag erklärte, wurde die Mordkommission im Polizeipräsidium aufgelöst: "Das tut mir leid. Aber es gibt keine weiteren Spuren, die wir hier verfolgen könnten."

Das heiße aber nicht, dass die Ermittlungen eingestellt sind: "Wir warten immer noch auf die Ergebnisse des Rechtshilfeersuchens aus Griechenland." Sobald es neue Hinweise gebe, würden die Spuren auch verfolgt.

Wie die WZ berichtete, war das Rentnerpaar am 4. September tot in seiner Wohnung an der Kettwiger Straße gefunden worden. Dort hatten Johanna Hoppe und Nikolaos Hatzikostas bereits mehrere Wochen tot gelegen. Zuletzt hatte der Hausarzt die Rentner am 26. Juli lebend gesehen. Gestorben waren beide an Druckverletzungen im Brustbereich.

Schnell stellten die Ermittler fest, dass aus der Wohnung Bargeld und EC-Karte fehlten. Bereits am 10. und 11. August, also lange bevor die Leichen gefunden wurden, hatte eine 1,60 Meter große Frau in Hannover Geld abgehoben. Die Aufnahmen wurden auch bei der Fernseh-Fahndung gezeigt: "Aber auch das brachte kein Hinweise." Da die EC-Karte auch in Griechenland benutzt wurde, wartet man nun auf die Ergebnisse von Interpol.