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Renitente Partygäste greifen in Düsseldorf Polizisten an

NRW : Eskalation: Partygäste greifen Polizisten an

Rund 100 Gäste widersetzten sich gegen die Auflösung einer Feier in Eller. Vier Beamte wurden dabei verletzt.

(arc) Eine private Party in Eller eskalierte am Samstagabend komplett, die wegen Ruhestörung herbeigerufene Polizei wurde dabei von Partygästen attackiert. Mehrere Personen wurden festgenommen und Strafverfahren eingeleitet. Vier Einsatzkräfte wurden dabei verletzt. Laut einem Polizeisprecher handelte es sich um rund 100 Gäste, die ausgiebig feierten, als die Beamten gegen 1.30 Uhr zum ersten Mal die Örtlichkeit an der Otto-Pankok-Straße aufsuchten. Hierbei wurde die Veranstalterin zur Ruhe ermahnt. Daraufhin wurde die Musik zunächst abgestellt. Gegen 3.40 Uhr wurde die Polizei jedoch erneut wegen zu lauter Musik und Geschrei zu der Adresse gerufen. Daraufhin wurde die Feier durch die Polizei für beendet erklärt.

Partygäste waren zum Teil hochaggressiv und uneinsichtig

Doch plötzlich eskalierte die Situation. Die Stimmung unter den Gästen wurde derart aggressiv, dass die Streifenteams Unterstützung anforderten. Teilweise unterschritten alkoholisierte Gäste provokativ den Mindestabstand zu den Polizisten und mussten zurückgedrängt werden. Ein Düsseldorfer (26) und ein französischer Staatsbürger (56) griffen fast parallel mehrere Beamte mit Pfefferspray sowie Fäusten und Tritten an. Ein 19-Jähriger versuchte die Festnahme der beiden Randalierer ebenfalls mit Fäusten und Tritten zu verhindern. Der Widerstand der drei Männer konnte nur „durch erhebliche und konsequente Zwangsanwendung gebrochen werden“, so der Polizeisprecher.

Als sich die Situation scheinbar beruhigt hatte und die Einsatzkräfte im Begriff waren, die Örtlichkeit zu verlassen, versuchten zwei weitere Männer erneut die abrückenden Beamten anzugreifen. „Da diese ebenfalls uneinsichtig und hochgradig aggressiv agierten, mussten auch diese beiden Männer gefesselt und vorübergehend festgenommen werden“, sagt der Sprecher. Zwei der vier verletzten Beamten sind vorläufig dienstunfähig, beziehungsweise wurden vorübergehend in den Innendienst versetzt. Die Ermittlungen wegen des Angriffes auf Vollstreckungsbeamte, Gefangenenbefreiung und Widerstandes dauern an.