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Düsseldorf: Rekord am Unterbacher See

Düsseldorf : Rekord am Unterbacher See

Zwei Millionen Besucher kamen im Jubiläumsjahr. Erholungsgebiet ist jetzt 60 Jahre alt.

Düsseldorf. Mit dem Käfer bis ans Ufer fahren, von einem Bagger aus in die mit Wasser gefüllte Kiesgrube springen, mit hunderten anderen drauflos schwimmen: Viel gab es vor 60 Jahren in Unterbach noch nicht. Trotzdem strömten die Menschen an den See. Heute ebenso, jedoch hat sich das Gebiet gewandelt: Es gibt Segelkurse, Surfen, Geocaching, ein Partyboot, den Hochseilgarten. Und es soll noch mehr werden. Der Zweckverband verzeichnet zum Jubiläum Rekorde — zwei Millionen kamen 2016 — und erweitert sein Angebot.

Dass es die damalige „Volkserholungsstätte“ noch gibt, ist dabei nicht selbstverständlich. Hilden, Düsseldorf und Erkrath hatten zwar Camping, Bootsverleihe, die beiden Bäder installiert. Doch dann sollte ein Container-Bahnhof an den See. „Gott sei Dank hat man das verhindert“, sagt Peter von Rappard, Geschäftsführer des Zweckverbands.

Denn was von Anfang an ebenso zählte, war nicht nur die Freizeit, sondern auch die Natur. Seltene Pflanzen und Tierarten wie Eisvogel und die sogenannte Armleuchter-Alge sind in und am See zu finden. „Das ist gut so. Die Menschen erholen sich gern in der Natur“, sagt von Rappard.

Darauf führt er zurück, dass beispielsweise Segeln beliebter wird. „Zu uns kommen Geschäftsleute, die auf dem See abschalten wollen, nichts mehr sehen und hören wollen als das Wasser.“ Dieses Jahr kamen daher neue Kurse dazu, für Erwachsene, aber auch für Kinder. In 2017 wird das Angebot noch mal erweitert. Auch die Nachfrage nach Zeltplätzen ist gestiegen. Daher kommen auf der Dreieckswiese neben dem Campingplatz 16 neue Plätze dazu.

Beliebt geworden sind Fahrten über den See im Partyboot. Daher investiert der Verband in ein zweites, größeres Boot, das über eine Öffnung im Boden Einblicke in die Unterwasserwelt mit seltenen Pflanzenarten ermöglichen soll.

Wichtig sei bei diesen Neuerungen, dass sie möglichst vom Wetter unabhängig sind. „Wir haben beispielsweise ein Paar, das im Februar bei uns heiraten möchte“, sagt von Rappard etwas verblüfft. Der Verband macht sich daher Gedanken, was bei Regen und Kälte geht. Von Rappard ist dabei ein wenig geknickt darüber, dass die Saunalandschaft sich am Elbsee und nicht am Unterbacher See niedergelassen hat.“

Seine Ideen gehen nun in eine andere Richtung. „Es ist zu früh, um konkret zu werden. Wir prüfen derzeit Möglichkeiten im Bereich Gesundheit.“ Wenn alles klappt, soll es aber schon nächstes Jahr losgehen. Vielleicht kommen noch neue Ideen dazu. Am Freitag stößt der Verband mit Freunden und Förderern auf das Jubiläum an. Das Treffen dient auch dazu, in die Zukunft zu blicken.