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Griechenlandkrise: Reisebüros empfehlen: Erstmal abwarten, was passiert

Griechenlandkrise : Reisebüros empfehlen: Erstmal abwarten, was passiert

Wegen der Lage in Griechenland haben manche Urlauber Sorgen. Die Reisebüros geben erstmal Entwarnung.

Düsseldorf. Bekomme ich in Griechenland noch Geld am Geldautomaten? Fahren die öffentlichen Verkehrsmittel noch regelmäßig? Und klappt in meinem Urlaub überhaupt alles, wie ich es geplant habe?

Viele Düsseldorfer, die einen Urlaub in Griechenland gebucht haben, sorgen sich jetzt natürlich, ob und wie die dortige Krise ihren Ferienaufenthalt beeinflussen könnte.

Eine WZ-Umfrage bei Düsseldorfer Reisebüros ergab, dass ihnen größtenteils nur die Informationen vorliegen, die das Auswärtige Amt in Berlin zur Lage in Hellas zur Verfügung stellt.

Dort heißt es, die Bankenschließung habe auf die Abhebungen mit Bankkarten nicht-griechischer Geldinstitute keinen Einfluss. Hier sei auch der Höchstbetrag für Abhebungen nicht auf 60 Euro beschränkt. Dennoch könne es bei der Bargeldversorgung zu Wartezeiten kommen.

Bei Fragen zu Verkehrsmitteln und der allgemeinen Versorgungslage müssen sich die Reisebüros dagegen oft auf die Veranstalter verlassen. „Wenn etwas abgesagt werden muss oder bestimmte Dinge nicht so klappen wie normalerweise, informiert uns der Veranstalter sofort“, sagt eine Mitarbeiterin von Tui in Düsseldorf. Es läge auch in deren Interesse über solche Schwierigkeiten schnell aufzuklären, um die Kunden auch auf lange Sicht nicht zu verlieren.

Insgesamt sehen die Reisebüros aber noch keinen Grund, Urlaube nach Griechenland pauschal abzusagen.

„Im Moment sieht es dort ganz gut aus“, sagt eine Tui-Mitarbeiterin. Man solle lieber erstmal abwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt bevor man seinen Urlaub gleich absagt oder umbucht.

Tatsächlich ist Griechenland für den Sommer und den Herbst bis Mitte Oktober durchaus noch gut gebucht — auch wenn es gegenüber dem Vorjahr Rückgänge gibt. Laut Reisebüros betrifft dies vor allem Städtereisen wie nach Athen, während die Badeurlauber den beliebten Inseln wie Korfu, Rhodos, Kreta oder Kos offenbar weitgehend noch die Treue halten.