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Regionalhalt in Düsseldorf-Bilk soll im März 2022 eröffnet werden

Zugverkehr : Regionalhalt in Bilk soll im März 2022 eröffnet werden

Die Deutsche Bahn hat einen neuen Zeitplan vorgestellt, der in den nächsten 18 Monaten auch Folgen für Pendler hat.

Bei der Deutschen Bahn sind Spielereien mit den Worten „Spur“ und „Schiene“ sehr beliebt, mit Blick auf den geplanten Regionalhalt Bilk können die Metaphern aktuell gleich doppelt positiv verwendet werden. Das Unternehmen ist mit seinen Arbeiten wieder in der Spur und hat nun auch einen neuen Zeitplan auf die Schiene gesetzt. Heißt: Während die Strecke rund um Bilk in den vergangenen beiden Monaten gesperrt war, ist vieles geschafft worden, was zuvor wegen Fehlern in der Planung nicht möglich war. Und es steht nun auch fest, wann wieder gesperrt wird, um die weiteren Arbeiten zu erledigen. Für die Eröffnung des Regionalhalts nannte die Bahn am Mittwoch März 2022 als neuen Termin.

Damit verzögert sich die Inbetriebnahme um rund 15 Monate. Bahn, Land und Stadt hatten ursprünglich geplant, im Dezember dieses Jahres einen zweiten Bahnsteig neben der bisherigen Haltestelle zu eröffnen. An dem neuen Bahnsteig können dann auch Regionalzüge halten, so dass Pendler nicht mehr bis zum Hauptbahnhof fahren müssen, sondern die Möglichkeit haben, in Bilk in die U-Bahnen der Wehrhahn-Linie oder die Busse zur Universität zu steigen. Um Platz für den neuen Bahnsteig zu schaffen, müssen Gleise und Weichen verlegt, jede Menge Kabel gezogen und eine neue Oberleitung gebaut werden.

Die Pläne für letzteres hatte ein Unternehmen außerhalb des Bahnkonzerns angefertigt – und darin tauchten Anfang des Jahres Fehler auf. Die Statik musste neu berechnet werden, zum Teil mussten für Oberleitungsmasten neue Standorte gefunden werden. Die Arbeiten konnten dann im Mai und im Juni erledigt werden. So wurden nun 38 Masten aufgestellt, die zum Teil 16 Meter hoch sind und deren Fundamente bis zu zehn Meter in die Erde reichen. 22 Kilometer Kabel wurden gezogen und zwei Regenrückhaltebecken gebaut.

Wie sich die Verzögerungen auf die bisher kalkulierten Kosten von rund 40 Millionen Euro auswirken, konnte die Bahn am Mittwoch noch nicht sagen. Man befände sich in Verhandlungen mit dem Unternehmen, das die fehlerhaften Pläne vorgelegt hatte. Sicher sei aber, dass weder das Land noch die Stadt die zusätzlichen Kosten tragen müsse.

Für den neuen Zeitplan mussten die Projektverantwortlichen zunächst schauen, dass diese nicht mit Arbeiten auf anderen Strecken kollidiert, etwa mit den Baustellen für den RRX. Dabei wurden sechs Phasen ermittelt, in denen es in Bilk weitergeht:

17. November bis 2. Dezember: Die Oberleitungsseile werden auf einer Länge von je 100 Metern über sechs Gleise gebaut.

2. bis 20. Dezember: Drei neue Weichen werden eingebaut, der Fahrdraht für die Oberleitungen wird an den Weichen montiert, Signalanalgen werden umgesetzt und Entwässerungsleitungen gebaut.

19. Februar bis 4. März 2021: Die Unterführung, die es an der Burghofstraße schon gibt, wird bis zur Baugrube verlängert, weitere Entwässerungsleitungen werden gebaut.

26. Mai bis 4. Juni 2021: Die neue Oberleitungsanlage im Bereich des Bahnhofs wird errichtet.

13. August bis 19. Dezember 2021: Dann entstehen der neue, 280 Meter lange Bahnsteig, an dem rechts und links Züge halten können, sowie die neue Treppe zur Friedrichstraße und der neue Aufzug. Zudem wird das Regionalgleis entlang des neuen Bahnsteigs gelegt.

Anfang 2022: Restarbeiten auf dem Bahnsteig, um diesen für den geplanten Start im März fertig zu machen.

In diesen sechs Phasen werden die benachbarten Strecken für den S-Bahn- und/oder den Regionalverkehr gesperrt. Die Bahn hat angekündigt, jeweils rechtzeitig bekanntzugeben, ob die Pendler auf anderen Bahnstrecke oder mit Bussen an ihr Ziel kommen.