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Recycling-Betrieb verlagert Standort nach Godorf

Recycling-Betrieb verlagert Standort nach Godorf

Wegzug der Theo Steil GmbH vom Deutzer Hafen ist nötig, weil dieser zu einem Wohn- und Büroviertel umgebaut wird.

Köln. Angesichts der bevorstehenden Umwandlung des Hafens Köln-Deutz vom Logistikstandort zum neuen Stadtquartier plant das Recycling- Unternehmen Theo Steil GmbH, seine Kölner Niederlassung von Deutz nach Köln-Godorf zu verlagern. Dazu wurde ein entsprechendes Genehmigungsverfahren gestartet.

Auf Beschluss des Rates der Stadt soll der Deutzer Hafen in den kommenden Jahren zu einem Wohn- und Büroviertel umgebaut werden. Die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) AG hat deshalb ihre Grundstücke im Deutzer Hafen im Dezember 2016 an die Stadtentwicklungsgesellschaft „moderne Stadt“ veräußert. Gemäß Kaufvertrag wird der Hafenbetreiber Rhein-Cargo den Hafenbetrieb vorerst weiterführen und zum 31. Dezember 2020 endgültig einstellen. Danach beginnt die städtebauliche Entwicklung des Hafenareals mit einer Gesamtfläche von 35 Hektar.

Für die Theo Steil GmbH, die seit 1989 im Deutzer Hafen einen Metallrecyclingbetrieb zur Behandlung und Lagerung von Eisen- und Nichteisenschrotten betreibt, ergibt sich dadurch die Notwendigkeit, einen geeigneten Ersatzstandort für ihre Kölner Niederlassung zu finden. Dieser muss ausreichend Fläche bieten und ebenso wie der Deutzer Hafen den Umschlag auf Binnenschiff und Bahn ermöglichen.

Um der Theo Steil GmbH trotz der sich verschärfenden Flächenknappheit in den Kölner Häfen einen neuen Standort anbieten zu können, haben der Hafenbetreiber Rhein-Cargo und die HGK eine Übergangslösung gefunden. Demnach kann der Metallrecyclingbetrieb zunächst auf einer Fläche von rund 14 000 Quadratmetern im Godorfer Hafen angesiedelt werden. Die Vorbereitungen für das erforderliche behördliche Genehmigungsverfahren hat die Theo Steil GmbH im April gestartet.

Der neue Standort in Godorf befindet sich am südöstlichen Ende des Hafenbeckens 3 und wird zurzeit für den Umschlag trockener Massengüter genutzt. Eine vorläufige Ansiedlung des Recyclingbetriebs auf dieser Fläche berücksichtigt die seit langem geplante Erweiterung des Godorfer Hafens und steht einem Hafenausbau nicht entgegen. „Uns ist es wichtig, dem Kunden die Möglichkeit zu bieten, seine Niederlassung in Köln über 2020 hinaus weiterbetreiben zu können — auch im Sinne der betroffenen Arbeitnehmer. In Godorf können wir im bestehenden Hafen übergangsweise ein entsprechendes Angebot machen. Wenn der Godorfer Hafen zu einem späteren Zeitpunkt wie geplant um ein viertes Hafenbecken erweitert wird, ist vereinbart, dass die Theo Steil GmbH mit ihrer Niederlassung auf die nordwestliche Seite des neuen Hafenbeckens 4 umzieht“, erläutert HGK-Vorstandssprecher Horst Leonhardt.