Düsseldorf: Razzia bei Düsseldorfer Hells Angels: Polizei verteidigt Vorgehen

Düsseldorf: Razzia bei Düsseldorfer Hells Angels: Polizei verteidigt Vorgehen

Düsseldorf-Rath. Die Düsseldorfer Polizei hat in der Nacht zu Samstag in einem mehr als zehnstündigen Großeinsatz eine „Rocker-Party“ der Hells Angels an der Theodorstraße in Rath kontrolliert.

Dabei wurden zwei Personen, die mit Haftbefehl gesucht worden waren, festgenommen und fünf Messer, ein Reizstoffsprühgerät und Betäubungsmittel sichergestellt, wie die Polizei mitteilte.

Mit einem Panzerwagen rückte die Polizei am Samstag an. Foto: Privat

Zwischen 18 Uhr und Mitternacht kontrollierten die Beamten 387 Personen und 127 Fahrzeuge. Da sich nach Angaben der Polizei im Verlauf des Einsatzes Hinweise auf Waffen in den Veranstaltungsräumen ergaben, rückten die Beamten mit einem Panzerwagen an und drangen gegen Mitternacht mehrere Spezialeinheiten in das Lokal ein. Dabei seien vier Menschen leicht verletzt worden, sagte die Polizei. Beobachter der Razzia werteten den Einsatz als überzogen. Demnach seien, obwohl die Tür offen stand, Scheiben eingeschlagen und der Innenraum der Kneipe von den Beamten verwüstet worden. Auch mit anderen Gästen seien die Beamten nicht glimpflich umgegangen. Waffen wurden im Lokal nicht gefunden.

„Jeder, der einem Rockerclub oder dem Umfeld zuzurechnen war, wurde einer Kontrolle unterzogen. Wir dulden in Düsseldorf keine rechtsfreien Räume. Das gilt auch für private Veranstaltungen von Rockerclubs und ihren Supporter-Gruppierungen“, verteidigte Einsatzleiter Bernd Schünke das Vorgehen. Der Einsatz war gegen 5 Uhr morgens beendet. red

Mehr von Westdeutsche Zeitung