Rams begrüßen Europas Elite

Rams begrüßen Europas Elite

Am Wochenende steigt der Europapokal im U 16-Skaterhockey. Die Rams wollen dabei Werbung für ihren Sport machen.

Die Nächte sind derzeit recht kurz für Lazaros Kokoras. So ein Europapokal-Wochenende organisiert sich schließlich nicht nebenbei. Und sei es „nur“ eins in einer Randsportart wie Skaterhockey. Noch dazu in der Altersklasse U 16. Und trotzdem wird sich da im Organisationsteam schon mal bis spät abends getroffen, um gleich am nächsten Morgen wieder früh am Telefon zu hängen.

Gerade mal fünf Männer von den Düsseldorf Rams kümmern sich seit September um alles: das Sportliche und die Schiedsrichter, die Sponsorensuche und die Finanzierung, den Kontakt mit den Teilnehmern und deren Unterkünfte, die Imbiss- und die weiteren Verkaufsstände, die Behördengänge und die Genehmigungen, die Sanitäter und die Ordner, die Öffentlichkeitsarbeit und die Werbung, die Website und das Programmheft. Dennos sagt Kokoras: „Es ist anstrengend, aber es läuft super, wir haben tolle Sponsoren gefunden und viele Ideen.“

Eine davon ist erst in den vergangenen Tagen konkret geworden, aber sie liegt den Organisatoren besonders am Herzen, denn ein Kampf um Europas Krone benötigt eine anständige Übertragung. Also haben sie mit der Stadt verhandelt. Nun rückt „Sportstadt-TV“ am Wochenende mit Kameras und eigenem Kommentator am Sportpark Niederheid in Holthausen an, um das Turnier via Livestream ins Internet zu übertragen.

Zu sehen gibt es dann das Beste, was das europäische Skaterhockey der unter 16-Jährigen zu bieten hat. Teams aus Dänemark, Großbritannien, Russland, Israel, der Schweiz und natürlich Deutschland.

Besonders freuen sich die Rams über die Gäste aus Israel. Ein Land, das einem nicht zwingend in den Sinn kommt, wenn man an Eis- oder Skaterhockey denkt. „Aber die können schon was, in der Jugend sind die häufiger bei internationalen Turnieren dabei“, weiß Kokoras und berichtet von Trainer Pavel Levin sowie seinem Sohn Mike, die am Wochenende nach Holthausen kommen. Sein anderer Sohn David Levin lebt mittlerweile in Kanada und ist auf dem Sprung, Israels erster Eishockey-Star zu werden. Er könnte es irgendwann sogar in die NHL schaffen.

Vom Profisport sind sie bei den Rams weit entfernt. Auch nach mehr als 30 Jahren Vereinsgeschichte geht es immer wieder darum, ihren Sport bekannter zu machen. Was wäre da besser geeignet als ein internationales Turnier? Deshalb trafen sich die Rams in den vergangenen Wochen mit Vertretern des Sportvereins Maccabi Düsseldorf sowie der jüdischen Gemeinde. Die berichtete sogar in ihrer Gemeindezeitung über das Turnier, erzählt Kokoras und hofft darauf, „ein paar Neulinge an unseren Sport heranzuführen“.

Deswegen haben er und seine Mitstreiter 50 Plakate in der Stadt aufgehängt und viel Werbung in den sozialen Netzwerken gemacht. Läuft alles glatt, kommen von Freitag bis Sonntag um die 1000 Zuschauer in die Halle. Dann hätten sich die vielen kurzen Nächte gelohnt.

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