Verkehr in Düsseldorf : Erste „Protected Bike Lane“ wird in Holthausen eingerichtet
Holthausen. Auf 1,2 Kilometern sollen Radfahrer auf der Straße Am Trippelsberg mit Trennelementen vor allem vor Schwerlastverkehr geschützt werden. Ob das funktionieren kann, wollen Anwohner und ADFC kritisch beobachten.
Auf einem 1200 Meter langen Abschnitt der Straße Am Trippelsberg wird die erste sogenannte Protected Bike Lane in Holthausen eingerichtet. Zunächst wird der künftig auf beiden Seiten 1,95 Meter breite Radweg markiert, der von der Fahrbahn um 20 Zentimeter abgetrennt wird. Dieser Sicherheitsabstand soll durch bauliche Elemente in Schwarz-Weiß abgesichert werden. Angebracht werden diese Elemente in einem Abstand von einem Meter. Zudem sollen laut Stadt an Kreuzungen und vor Einfahrten rote Radwegefurten mit Piktogrammen markiert werden.
Die Arbeiten starten am heutigen Donnerstag, die Markierung soll laut dem Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, Florian Reeh, schon Anfang kommender Woche fertig sein. „Dann kann der markierte Bereich als Radweg genutzt werden“, sagt Reeh. Die Trennelemente können aufgrund von Lieferengpässen allerdings erst Anfang 2021 angebracht werden. Insgesamt rund 150 000 Euro lässt sich die Stadt die „Protected Bike Lane“ kosten. „Auch das Sicherheitsempfinden spielt eine Rolle bei der Entscheidung, häufiger das Fahrrad zu benutzen“, sagt Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke. „Dies Gefühlt wollen wir mit diesem Projekt verbessern.“
Die Straße, die im Industriegebiet am Reisholzer Hafen liegt, wird von vielen Radfahrern genutzt. Auch der Rheinradweg und die Radroute Erlebnisweg Rheinschiene führen dort entlang. Gleichzeitig ist das Verkehrsaufkommen in dem Industriegebiet hoch, vor allem von Lkw, die häufig auch am Straßenrand abgestellt werden. Im Mai hatte der Ordnungs- und Verkehrsausschuss die Sicherung des Radwegs beschlossen – und den rund 100 000 Euro teuren barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen entlang der Straße, für den die Arbeiten bereits laufen.