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Radaktiv: Zweiter Fahrradtag zeigt: Düsseldorf ist er-fahrbar

Radaktiv: Zweiter Fahrradtag zeigt: Düsseldorf ist er-fahrbar

Rund 10 000 Menschen besuchten am Wochenende die Fahrrad-Show auf dem Burgplatz. Laut dem Fahrradbeauftragten Steffen Geibhardt will die Stadt das Radfahren weiterhin fördern.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Zu wenig Fahrradständer, hohe Bordsteinkanten, fehlende Radwege - was immer Düsseldorfs Radfahrern das Leben schwer macht, durften sie am Samstag in ein dickes Beschwerdebuch schreiben. Damit sammelte die Stadt die Wünsche der Radler ein - und versprach, alle Anregungen ernst zu nehmen. Klar ist, dass Radfahrer in Düsseldorf immer noch keine optimalen Bedingungen haben. Aber die Stadt arbeitet daran. Ein weiterer Beweis dafür war der zweite Fahrradtag "radaktiv" auf dem Burgplatz, den das Amt für Verkehrsmanagement mit veranstaltet hatte. Rund 10 000 Menschen kamen, begutachteten Tandems, Falträder und historische Hochräder - oder ließen kostenlos das eigene Rad checken. 40 Hersteller und Händler präsentierten die neusten Trends rund ums Rad, zum Beispiel ergonomische Lenker oder Sitze. Daniel Sehn vom Laden "Rad ab" erklärte, dass es für jeden das passende Rad gibt: "Senioren mögen das Elektro-Rad. Andere bevorzugen das Falt-Rad, das sie auch in der Bahn oder im Auto einfach transportieren können. Alle diese Räder können hier ausprobiert werden."

Keine Veranstaltung ohne Programm: Junge Fahrraddesigner wie Simon Helpenstein präsentierten ihre "Cruiser", die mit Flammen und bunten Mustern verziert sind. Andi Kromer, mehrfacher Weltmeister im Bike Trial, zeigte seine beeindruckenden Artistikkunststücke, sprang aus dem Stand über Menschen.

Mit so einer Show ist es leicht, die Düsseldorfer für das Fahrradfahren zu begeistern. Das meint zumindest Ursula Keller von der Lokalen Agenda: "Wir möchten die Leute animieren und informieren - und mit dieser Veranstaltung zeigen, dass Düsseldorf auch mit dem Zweirad gut er-fahrbar ist."

In Düsseldorf gibt es übrigens mehr Fahrräder als Einwohner. Steffen Geibhardt, Fahrradbeauftragter der Stadt, verspricht: "Wir wollen das Radfahren weiterhin fördern. Die Stadt gibt dafür jährlich rund 1,8 Millionen Euro aus." Die Radfreunde wird es freuen. Genauso wie die Ankündigung der Veranstalter, im nächsten Jahr eine Neuauflage des Fahrradtages zu starten.