Quartier Central: Ein Drittel des Geländes besteht aus Straßen

Quartier Central: Ein Drittel des Geländes besteht aus Straßen

Die Infrastruktur für Wohn-Großprojekt ist fast fertig, bald sollen die Autos rollen.

Düsseldorf. Mit dem Quartier Central entstehen auf dem einstigen Derendorfer Güterbahnhof nicht nur ein kleines Stadtviertel und ein Büropark, sondern auch die dazugehörige Infrastruktur mit Kita, Straßen, Parks. Noch vor Weihnachten werden voraussichtlich die ersten Autos über die Toulouser Allee rollen.

Ralph Schneemann vom Entwickler Aurelis sprach in seiner Zwischenbilanz am Donnerstag von einem Investitionsvolumen von geschätzten 750 Millionen Euro zwischen Wehrhahn und Münsterstraße. Über 3000 Menschen sollen einmal auf dem rund 36 Hektar großen Areal leben und weitere 6000 dort arbeiten.

Fertig sind heute alle Wasser- und Energieleitungen, ein Großteil der Parkflächen, die Lärmschutzwand zwischen Franklin- und Jülicher Brücke und im Wesentlichen die Verkehrserschließung. Für die Toulouser Allee fehlt noch der Anschluss an die Münsterstraße, der im November fertig sein soll, so Schneemann. Als Entlastungsstraße soll die Trasse zudem weiter in Richtung Norden geführt werden, was aber allein in städtischer Verantwortung liegt. Insgesamt hat Aurelis am Ende über 45 Millionen Euro in die Infrastruktur des Areals investiert.

Nördlich der Franklinbrücke entstehen im Viertel „Le Flair“ noch einmal schrittweise rund 800 Wohnungen, Ende des Jahres sollen hier die ersten Bewohner einziehen. Am östlichen Rand ist dagegen eine Mischung aus Wohnungen und Büros geplant, das erste Gebäude wächst seit einigen Wochen in die Höhe. Am südlichen Ende könnte sich Schneemann zudem ein Hotel vorstellen, Verhandlungen würden gerade laufen.

Den überwiegenden Teil dieser Flächen hat die Aurelis bereits veräußert, etwa an die Pandion AG, die wie berichtet mehrere Wohntürme errichten will. Einige der geplanten Bürokomplexe sind aber noch nicht vermarktet. Trotz derzeit mauer Konjunkturaussichten und leerer Bürostandorte in der Stadt macht Schneemann sich nach eigener Aussage keine Sorgen: „Der Standort hier ist so gut, dass wir keine Probleme bekommen werden.“

Auch wenn die Grünflächen ins Auge stechen — die Straßen nehmen den meisten Raum der 36 Hektar des Geländes ein. Fast ein Drittel davon entfallen mit 11, 4 Hektar auf Toulouser Allee und Marc-Chagall-Straße. Die Parks nehmen dagegen rund 8,2 Hektar in Anspruch, die Wohnbauten etwa dieselbe Fläche. Rund 5,8 Hektar Bodenfläche werden von Büros, Gewerbe und Mischnutzengen überbaut.

Mehr von Westdeutsche Zeitung