Prozess um Betrug in Düsseldorfer Spielhalle

Gerichtsprozess : 160 000 Euro weg: Prozess um Schwund in Spielhalle

Einem Spielhallenbetreiber fiel auf, dass immer mehr Geld in seinem Laden verschwand - er beauftragte einen Experten mit der Überprüfung des Sicherheitssystems.

Dem Steuerberater eines Spielhallenbetreibers war aufgefallen, dass immer mehr Geld spurlos verschwand.  Der Mann beauftragte einen Experten, das Sicherheitssystem zu überprüfen. Und der stellte fest, dass die Wechselautomaten offenbar manipuliert wurden. Fast 160 000 Euro soll ein 34-jähriger Wartungstechniker daraus gestohlen haben. Seit Montag muss er sich dafür vor dem Amtsgericht verantworten.

Normalerweise ist das Prinzip absolut sicher. Wenn jemand ain den Automaten Geld wechselt, wird ein Beleg ausgedruckt. Der Angeklagte soll allerdings die echten Belege weggeworfen und durch Fälschungen ersetzt haben. So habe der Mann die Automaten an der Worringer Straße sowie in mehreren anderen Städten manipuliert.

Der Angeklagte bestritt die Taten energisch. Zum einen hätten auch noch andere Kollegen Schlüssel zu den Wechselautomaten gehabt. Außerdem habe man an dem Gerät auch noch online Buchungen durchführen können.

Schwer belastet wurde er allerdings durch seinen ehemaligen Chef. Es seien nachweislich immer dann größere Geldbeträge gestohlen worden, wenn der 34-Jährige dort die Urlaubsvertretung übernommen hatte.Der Angeklagte war sofort entlassen worden, als die Vorwürfe bekannt wurden. Der Prozess wird fortgesetzt. si

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