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Prozess: „Familien-Bande“ zockte die Sparkasse ab

Gericht : Prozess: „Familien-Bande“ zockte die Sparkasse ab

Mit gefälschten Papieren wurden Konten eröffnet. Das Trio kam mit Bewährungsstrafen davon.

In erheblichen finanziellen Schwierigkeiten steckten zwei Schwestern, von denen eine bei der Sparkasse beschäftigt war. Um die Familienkasse aus der Schieflage zu bringen, entwickelten die beiden einen raffinierten Plan. Mit gefälschten Dokumenten eröffneten sie Konten, auf die von der 51-Jährigen mit fingierten Zahlungsträgern rund 30 000 Euro überwiesen wurden. Doch der Schwindel flog auf. Gestern musste sich die „Familien-Bande“ vor dem Amtsgericht verantworten.

„Ich bin auf die Idee gekommen“, räumte eine 60-jährige Angeklagte ein, die dann auch noch ihren 26 Jahre alten Sohn „mit ins Boot“ holte. Man habe sich fälschte Pässe im Internet besorgt. Unter den falschen Namen eröffnete das Trio dann mehrere Konten. Auf die überwies die 51-Jährige dann insgesamt 50 000 Euro.

Das Trio wollte auch noch einen hohen Kredit ergaunern

Doch davon kamen tatsächlich nur 30 000 auch an. Ein großer Teil der Gelder konnte zurückgeholt werden, bevor sie abgeholt waren. Letztendlich betrug der Schaden rund 3600 Euro. Auf die Schliche kamen die Fahnder der „Familien-Bande“ durch eine andere Strafanzeige. Weil das Trio mit der Beute aus den Sparkassen-Betrügereien nicht zufrieden war und dringend Geld benötigte, wurde versucht, bei einer anderen Bank einen Kredit über 35 000 Euro zu ergaunern. Dort fiel aber auf, dass es sich um einen gefälschten Pass handelte.

Der Sohn ist mehrfach in
Banken fotografiert worden

Auch der Sohn der 60-Jährigen legte ein Geständnis ab. Er war mehrfach in Banken fotografiert worden, als er Geld abholte. Seine Tante, die ihren Job bei der Sparkasse verloren hat, räumte die Vorwürfe ebenfalls ein. Da die Taten außerdem lange zurück lagen und die Angeklagten inzwischen wieder in geordneten Verhältnissen leben, kamen sie mit Bewährungsstrafen davon. Die beiden Schwestern wurden zu 18 Monaten beziehungsweise zwei Jahren Haft verurteilt, der Sohn zu 19 Monaten.