Prototyp bleibt stecken - Rheinbahn räumt Panne ein

Rheinbahn : Prototyp bleibt in Tunnel stecken - Rheinbahn räumt schwere Panne ein

Ein Protoyp der Rheinbahn kracht bei der Probefahrt gegen eine Haltestelle. Die Rheinbahn räumt Fehler ein.

Die Bestellung von 59 Stadtbahnlinien des Prototyps HF6 bei Bombardier ist eine der großen Zukunftsinvestitionen der Rheinbahn. 177 Millionen Euro sollen dafür ausgegeben werden. Doch gleich die erste Fahrt am Wochenende mit einem Prototyp ging wie berichtet schief.

Die Bahn, die auf der Linie U79 nach Duisburg eingesetzt wird, krachte an der Haltestelle Duissern gegen die Kante des Bahnsteigs.

„Wir räumen ein, dass wir einen Fehler gemacht haben“, erklärte Rheinbahnsprecher Georg Schumacher. Ursache sei, dass der spezielle Haltestellentyp in Duisburg bei der technischen Planung nicht berücksichtigt wurde. Teile eines Drehgestells hatten die Haltestelle berührt und wurden beschädigt. „Es ist keine Katastrophe, aber auch kein triviales Problem“, bilanziert Schumacher die Einschätzung der Techniker.

Mit Bombardier prüft die Rheinbahn, ob Anbauteile neu platziert oder dimensioniert werden können. Zudem sei von dem Problem nur die Haltestelle in Duissern betroffen.

Die Fahrzeuge sind auf den Strecken der Linien U74, U75, U77 und U78, auf denen der Einsatz zunächst geplant ist, in ihrer aktuellen Form problemlos einsetzbar. Allein auf diesen Linien werden mehr als die bestellten 43 der 59 Bahnen gebraucht.

(si)
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