Protest gegen AfD-Reden bei der VHS in Düsseldorf

Demonstration: Protest gegen AfD-Reden bei der VHS

Linkes Bündnis ruft zur Gegen-Demo am Dienstag auf. OB sagt, dass aus rechtlichen Gründen keine andere Entscheidung möglich gewesen sei.

Am Dienstagabend dürfte es einen größeren Auflauf bei der Volkshochschule am Bertha-von-Suttner-Platz geben. Dann lädt die AfD zu einem „Bürgerdialog“ mit dem selbstbewussten Titel: „Wir machen Zukunft möglich.“ Mehr Teilnehmer dürfte freilich die Protestkundgebung von „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) anlocken. Denn mindestens auf der linken Seite des politischen Düsseldorfs findet man den Besuch der Rechtspopulisten in der Stadt gar nicht schön, und man belässt es auch nicht dabei. So ruft DSSQ für den 26. Februar ab 16.30 Uhr zur Protestkundgebung vor der VHS auf. Mit dabei sind auch die Jungsozialisten in der SPD, die vorab klarstellen: „Wir überlassen der AfD unsere öffentlichen Gebäude nicht ohne Protest.“

Dahinter verbirgt sich auch ein gewisser Ärger über die Stadt, weil die  die Räume der Volkshochschule an die AfD vermietet hat. Schon 2016 gab es Ärger, als Frauke Petry eine Bühne in der Messe bekam. Die Stadt jedoch hält dagegen, dass aufgrund des verfassungsrechtlichen Parteienprivilegs alle Parteien, die nicht verboten sind, gleich zu behandeln seien. Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Die Rechtslage lässt hier keine andere Handhabung zu, so sehr man das auch bedauert.“

(AS)
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