Kriminalität im Düsseldorfer Norden Polizei: „Hier liegt nichts im Argen“

Düsseldorf · Die Polizei hat in der Bezirksvertretung 5 die Entwicklung der Kriminalitätsdelikte und der Verkehrsunfälle vorgestellt. Sie zieht eine positive Bilanz – es gab zum Beispiel weniger Wohnungseinbrüche.

 Zu einem schweren Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Auto kam es im August 2022 auf der Kaiserswerther Straße.

Zu einem schweren Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Auto kam es im August 2022 auf der Kaiserswerther Straße.

Foto: Olaf oidtmann

(hal) Markus Grommes, Leiter der Polizeiinspektion Nord,hat in der Bezirksvertretung die Kriminalitätsstatistik vorgestellt. Allerdings ist der Stadtbezirk 5 nur schwer mit anderen Bezirken in Düsseldorf vergleichbar. So sind Kaiserswerth, Kalkum, Wittlaer, Angermund, Stockum und Lohausen sehr ländlich geprägt, dort sind aber auch die Messe, die Arena und der Flughafen. Die Zahlen aber fallen dennoch für das Jahr 2022 überraschend gut aus.

So ist der Bezirk 5 der einzige, bei dem es keine Zunahme der Kriminalitätsdelikte zu verzeichnen gab. Dabei bezieht sich der Vergleich auf die Zahlen von 2019. 3298 Delikte wurden von der Polizei 2022 aufgenommen. 2019 waren es noch 4138, während die Zahlen in den zwei Corona-Jahren bei rund 2500 lagen. Damit fielen nur fünf Prozent der in Düsseldorf begangenen Straftaten in den Stadtbezirk 5. Die Zahl würde ohne die großen Veranstaltungsstätten und die Messe noch niedriger liegen.

So wurden auf den Parkplätzen der drei Einrichtungen Diebstähle aus Pkw oder im Umfeld Taschendiebstähle gemeldet. Wobei es auch hier einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 2019 gab. Das trifft ebenso für Körperverletzungen zu, die häufig im Umfeld von Fußballspielen begangen werden. Hier wurden 18 Taten aufgenommen, 2019 waren es 31.

„Raubüberfälle nehmen die Bevölkerung mit und sorgen für Unruhe. Aber im Bezirk gab es nur zehn dieser Taten, das sind sehr wenige, das sind kleine Zahlen“, ordnet der Polizeidirektor ein. Auch die Zahl der erfolgreichen und versuchten Wohnungseinbrüche war wie im gesamten Stadtgebiet – rückläufig. 84 Delikte wurden gemeldet, 2019 waren es 102. „Besonders in Stockum gab es eine positive Entwicklung“, sagt Grommes. Dort hat sich die Zahl von 28 auf 14 halbiert. Auffällig fand der Polizist die Zahl der Fahrraddiebstähle in Kaiserswerth. Dort wurden 2022 61 Räder entwendet. „Für so einen kleinen Ort ist das viel, und der Schaden wird auch immer größer, da die Räder immer teurer werden.“

Auf Wunsch der Politiker teilte Grommes mit, dass 2022 im Bezirk 47 Sexualdelikte registriert wurden, davon 18 im öffentlichen Straßenraum. Im Vergleich positiv fiel das Ergebnis der Verkehrsunfallstatistik mit 504 Unfällen aus, bei der aber Bagatellunfälle nicht mit aufgenommen wurden. „Hier ist nichts im Argen, ist nichts auffällig, gibt es nichts, wo wir direkt ranmüssten“, sagt Grommes. 150 Personen kamen dabei zu Schaden. „Das ist aber nicht besorgniserregend, wenn man auch auf die gesamte Stadt schaut.“

Elf Mal waren Kinder beteiligt, davon sieben Mal in Stockum. „Wir haben uns das in Stockum angeschaut, aber konnten kein Muster erkennen, da die Unfälle an verschiedenen Orten stattfanden.“ Auch bei den Seniorenunfällen, 82 wurden im vergangenen Jahr im Bezirk aufgenommen, sei kein Schwerpunkt erkennbar. Die Zahl liege im Vergleich mit der Gesamtstadt (1072) im Rahmen.

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