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Polizei warnt vor Unfallgefahr im Herbst

Polizei warnt vor Unfallgefahr im Herbst

Autofahrer übersieht Radler in der Dämmerung, Radfahrer rutscht bei Regen weg — zwei aktuelle Beispiele.

Düsseldorf. Die dunkle Jahreszeit hat begonnen — das zeigt nicht nur der nachmittägliche Blick aus dem Fenster in die frühe Dämmerung, sondern auch der Blick auf die Unfallzahlen. Wie immer im Herbst zeichne sich auch jetzt wieder „ein kleiner Trend nach oben“ ab, sagt Polizeisprecherin Susanna Heusgen.

Zwei aktuelle Fälle von Montag zeigen, welche speziellen Gefahren in der kalten Jahreszeit auf Düsseldorfs Straßen lauern: Um 7.50 Uhr in der Morgendämmerung war ein 52-jähriger Opelfahrer auf der Feuerbachstraße unterwegs, wollte nach links in die Mecumstraße abbiegen. Dabei übersah er jedoch eine 57 Jahre alte Radfahrerin, die ihm entgegenkam und die Fahrbahn überqueren wollte. Das Fahrrad verfügte zwar über Licht. „Allerdings war die Frau sehr dunkel gekleidet“, erklärt Heusgen.

Der Autofahrer erkannte sie zu spät und rammte sie — zum Glück trug die Radlerin einen Helm, muss aber dennoch stationär im Krankenhaus behandelt werden. Um 11 Uhr rutschte dann ein 40-jähriger Radler an der Nordstraße auf der regennassen Fahrbahn weg und stürzte. Er verletzte sich schwer.

Dass im Herbst erhöhte Aufmerksamkeit im Verkehr geboten ist, zeigt auch die Statistik: Lag die Zahl der Unfälle in Düsseldorf 2012 im Juli bei 2172, so waren es im Oktober 2539. Besonders die sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmer sind bei schlechter Sicht gefährdet: Im Juni und Juli 2012 verunglückten je 31 und 35 Fußgänger, im Dezember waren es 61.

Deshalb appelliert Susanna Heusgen zwar an die Wachsamkeit der Autofahrer speziell bei Dunkelheit und rutschiger Fahrbahn. Aber sie rät auch Fußgängern: „Man sollte nicht auf seinen Vorrang beharren, sondern sich vergewissern: Hat mich der Autofahrer tatsächlich gesehen und bremst?“

Ein großes Augenmerk legt die Düsseldorfer Polizei bei ihrer Prävention auf die Radfahrer (siehe Info-Kasten). Denn: „Der Trend geht heute zum Rad“, so Heusgen. Längst gehöre es auch bei fiesem Wetter zum Straßenbild. Umso wichtiger sei es, Lampen und Bremsen zum Winter hin zu überprüfen. Heusgen: „Ein Autofahrer erkennt einen Radler ohne Licht erst in der letzten Sekunde.“ Und dann sei es meist zu spät, der Zusammenstoß schon passiert.