Polizei gibt Tipps zur Abwehr von Taschendieben

Polizei: Polizei und Rheinbahn zeigen: So schützt man sich vor Taschendieben

Vor Beginn der Weihnachtsmärkte demonstrieren Schauspieler in einigen Szenen, wie Taschendiebe im Gedränge vorgehen — und wie man sich am besten schützen und wehren kann.

Gedränge, Geschubse: Beim Einsteigen in einen Rheinbahnbus geht es am Donnerstagmittag eng und leicht aggressiv zu. Plötzlich Schreie: „Halt, bleiben Sie stehen, Sie haben dem Mann das Handy gestohlen!“. Eine Frau wird laut, zeigt mit dem Finger auf einen jungen Mann mit Mütze und dunklem Teint. Nun wird auch das Opfer aktiv, geht mit anderen Fahrgästen auf den vermeintlichen Dieb zu. Der wehrt sich ebenso laut: „Was wollt ihr von mir, glaubt ihr, ich bin ein Asi? Ich hab nichts geklaut!“

Zusammen mit einem anderen Mann will er sich im Rückwärtsgang entfernen, bedrängt von den Passanten — da ertönt schon das Martinshorn, ein Polizei-Bully rauscht mit Blaulicht heran, zwei Beamte springen heraus und greifen sich zielstrebig die beiden Verdächtigen, fixieren sie am Bus, dann klicken die Handschellen.

Wie man Taschendiebe im Gedränge abwehrt

Was täuschend echt nach einem versuchten Diebstahl aussah, war in Wirklichkeit nur ein Spiel. Zur Prävention von Dieben vor allem in der bald einsetzenden Hochsaison der Adventszeit mit vollen Innenstädten, Weihnachtsmärkten und Bussen und Bahnen, baten Polizei und Rheinbahn zur Präventionsveranstaltung auf dem Rheinbahn-Betriebshof in Lierenfeld. Mit Schauspielern vom „Impulse Theater“ wurden einschlägige Situationen gespielt, an oder in einem Bus — mit Opfern, Tätern, Zeugen und Helfern.

Hauptkommissar Peter Werkmüller fasst die wichtigsten Tipps zusammen. „An Wertsachen immer nur das in die Stadt mitnehmen, was man auch wirklich braucht; Wertsachen möglichst eng am Körper tragen; Wertsachen auf keinen Fall in einem Rucksack auf dem Rücken tragen; hat man doch eine Handtasche dabei, darauf achten, sie immer mit der Hand festzuhalten, der Klappverschluss soll stets zum Körper hin liegen.“

Und was soll man machen, wenn man schon bestohlen worden ist und die Täter sind noch an Ort und Stelle? „Laut auf den Diebstahl hinweisen und Umstehende gezielt ansprechen und um Hilfe bitten und die Polizei rufen“, sagt Werkmüller. „Man kann den Tätern ruhig folgen, sollte aber stets Distanz wahren. Denn generell gilt: Niemand sollte sich selbst in Gefahr bringen.“

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