Politik lehnt Drohnen-Einsatz gegen Gänse in Düsseldorf ab

Gänse : Düsseldorf: Absage an Drohnen-Einsatz gegen Gänse im Hofgarten

Eine breite Mehrheit in der Bezirksvertretung 1 lehnt die ungewöhnliche Maßnahme zur Eindämmung der Gänse-Population und ihrer stinkenden Hinterlassenschaften ab.

Nein, es werden in Zukunft keine Drohnen durch den Hofgarten fliegen, um Kanada-Gänse zu vertreiben. Um damit einige Wiesen von ihren massenhaften Kot-Hinterlassenschaften zu befreien. Dieser Vorstoß der FDP in der Bezirksvertretung 1 (u.a. Stadtmitte, Altstadt, Golzheim) hatte vorab große mediale Aufmerksamkeit bekommen, wurde aber am Freitag von allen anderen Parteien relativ humorlos abgelehnt.

Sprecher von CDU, SPD und Grünen argumentierten vor allem mit der Unwirksamkeit des spektakulären Ansatzes: die Gänse gewöhnten sich ganz schnell an die fliegenden Geräte und kehrten ebenso schnell auf ihre angestammte Wiese zurück. Entsprechende Erfahrungen in anderen Städten hätten das erwiesen. Stattdessen müsse man mit Geduld weiter am „Gänse-Management“ etwa mit seiner Eier-Entnahme arbeiten, um die Population zu verringern. Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner (SPD) verwies zudem darauf, dass es „unfair“ sei, zu versuchen, die Gänse nur aus dem eigenen Stadtbezirk zu vertreiben und  das Problem den Nachbar-Stadtteilen aufzuhalsen.

Sebastian Rehne (FDP) überzeugte das alles nicht. Er hänge ja gar nicht an den Drohnen, wolle sich aber nach fünf Jahren nicht immer weiter mit den durch Gänsekot versauten Wiesen abfinden: „Nichts hat bisher Erfolg gebracht, deshalb muss etwas Neues ausprobiert werden.“ Es müsse möglich sein, im Rheinpark oder Hofgarten wieder auf Wiesen zu picknicken.“