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Jahresrückblick: Platz 1: Deutschland Spanien Düsseldorf

Jahresrückblick : Platz 1: Deutschland Spanien Düsseldorf

Google hat für unsere Redaktion eine Liste zusammengestellt, welche Suchbegriffe in Verbindung mit Düsseldorf den stärksten Zuwachs erfahren haben. Daraus ist ein etwas anderer Jahresrückblick entstanden.

Manche Dinge ändern sich in nur neun Monaten derartig, dass am Ende niemand mehr versteht, wie sie ursprünglich so gewesen sein können. In Kombination mit dem Wort Düsseldorf wurden im zurückliegenden Jahr kein Begriffe so oft gesucht wie „Deutschland Spanien“. Diese Eingabe stammt aus einer anderen Fußball-Welt. Am 23. März trafen in der Düsseldorfer Arena (die damals noch Esprit- und noch nicht Merkur-Spielarena hieß) die Nationalmannschaften von Deutschland und Spanien im ersten Länderspiel des Jahres aufeinander. Beide Trainer schickten ihre vermeintlich besten Formationen auf den Platz, beide zählten mindestens zum erweiterten Favoritenkreis für die Weltmeisterschaft in Russland. Die Fans in Düsseldorf präsentierten sich in entsprechender Form. Schon eine gute Stunde vor dem Anpfiff war es deutlich voller als sonst bei Freundschaftsspielen, Torhüter Marc-André ter Stegen wurde entsprechend heftig bejubelt, als er zum Warmmachen auf den Rasen kam. Unmittelbar vor Beginn der Partie erhielt Joshua Kimmich die Auszeichnung dafür, dass die Fans ihn zum Nationalspieler des Jahres 2017 gewählt hatten.

Am Ende sahen mehr als 50 000 Zuschauer in der ausverkauften Düsseldorfer Arena die Begegnung. Die Mannschaften agierten in der ersten Halbzeit mit hohem Tempo und ungefähr auf Augenhöhe, wenn man das deutsche Team etwas wohlwollend betrachtete. Moreno traf schon in der sechsten Minute zum 1:0, danach wehrten sich die Gastgeber erfolgreicher gegen das beeindruckende Passspiel der Spanier. Dank eines glücklichen Schusses von Thomas Müller stand es nach 35 und dann auch nach 90 Minuten 1:1.

Doch was in diesem bei Google so beliebten Duell nach dem Unterschied zwischen Platz drei und vier bei der WM aussah, entpuppte sich nur etwas mehr als drei Monate später als ein anderer feiner Unterschied. Nämlich der zwischen einer Mannschaft, die als Titelverteidiger in der Vorrunde ausscheidet, und einer Mannschaft, die es als vorheriger Titelträger auch nur bis ins Achtelfinale schafft.

>>>Hier geht es zur kompletten Liste: Was die Menschen 2018 über Düsseldorf wissen wollten

(che)