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Party: Kampftrinken als Teamsport

Party: Kampftrinken als Teamsport

Ob Meistertitel oder Abschied vom Junggesellendasein – in der Altstadt wird kräftig gefeiert.

Düsseldorf. Sie kommen vom Niederrhein, aus dem Sauerland und sogar aus Baden Württemberg. Sie feiern den Abschied vom Junggesellenleben oder den Aufstieg ihrer Fußballmannschaft. Zu Hunderten strömen sie vor allem an den Wochenenden in die Altstadt.

Sarah Strickmann und ihre sechs Freundinnen aus Bielefeld zum Beispiel sind als Schwesternschülerinnen verkleidet. Die künftige Braut ist besonders liebevoll ausstaffiert: mit einem Häubchen, Gummipantinen und einer weißen Netzstrumpfhose unterm kurzen Röckchen. Sie sagt: "Düsseldorf ist einfach die beste Stadt, um die Sau rauszulassen. Außerdem kennt mich hier keiner."

Einen viel kürzeren Weg hatten Daniel Buresch und seine 13 Freunde aus Krefeld. Jetzt stehen sie vorm Uerige und singen zotige Lieder. Nebenbei versucht "Daniel - ein Sommermärchen", so steht es auf den T-Shirts, selbstgemachten Met unter die Düsseldorfer zu bringen. Hier sei eben ordentlich was los. "In Krefeld hätte ich wohl nicht ein Glas Met verkauft", sinniert er.

Etwas gesetzter geht es bei Anja Ellermann und ihren 14 Damen aus Neviges zu. Die 41-jährige Junggesellin wird am 7.7.07 ihren Klaus heiraten, mit dem sie seit 14 Jahren zusammen ist. Dann heißt es: "Us Anja is weg".

Kräftige Unterstützung in Form des als Superman verkleideten Michael da Silvo haben der Weseler Bräutigam Markus Sommer und seine Schar bekommen. Obwohl schon das eine oder andere Alt ihre Kehlen runtergeflossen ist, outen sie sich: "Wir sind eigentlich Pilstrinker." Darum gibt’s zum Döner auch untergäriges Helles.

Mit solchen Bier-Petitessen halten sich Oliver Gregor und seine Fußballkameraden gar nicht erst auf. Aus der Nähe von Kaiserslautern sind die Jungs vom VfB Waldmohr angereist, um zu feiern, dass sie Bezirksliga-Meister Westpfalz geworden sind.