Pariser Streetart-Künstler Ardif hinterließ Flingern einen Kö-Papagei

Streetart : Künstler Ardif hinterließ einen Kö-Papagei

Der Franzose hat in Flingern einen Halsbandsittich erstellt. Das Wandbild ist eine Verbindung zu Paris.

Sein Bild eines Waschbären an der Bahnbrücke an der Corneliusstraße hat viel positive Rückmeldung bekommen und ist ein beliebtes Motiv auf Instagram. Was weniger bekannt ist: Streetart-Künstler Ardif hinterließ bei einem Besuch in der Landeshauptstadt auch ein so genanntes Paste-up eines Halsbandsittichs – in Düsseldorf besser bekannt als Kö-Papagei.

Wie auch der Waschbär hängt das Motiv geschützt. Es befindet sich im Durchgang zu der Sammlung Philara an der Birkenstraße. Klaus Rosskothen, Betreiber der Galerie Pretty Portal in Bilk, hatte zuvor mit dem Künstler darüber gesprochen, welche Tiere für Düsseldorf eine Bedeutung haben. In dem Gespräch seien sie dann auf den Halsbandsittich gekommen, der neben Düsseldorf auch in Ardifs Heimat Paris vertreten ist.

Das Paste-up des Kö-Papageien gehört zu der Reihe „Mechanimals“. Unter dem Gefieder des Vogels ist eine Stadt-Struktur offengelegt mit Türmen, Bögen und Rädern. Auf seinem Instagram-Kanal hat Ardif das Motiv als „Parakeet Mechanimal“ bezeichnet. In dem sozialen Fotonetzwerk bekam der Künstler dafür viel Zuspruch. „Er ist wunderschön“, „Ich liebe ihn“ und „Ein bisschen Exotik in Deutschland“, kommentierten Nutzer auf Französisch.

In Düsseldorf hat Ardif noch weitere Paste-ups hinterlassen. So gibt es einen Spatz am Rheinufer in der Altstadt sowie – laut seinem Instagram-Kanal – einen Fisch und einen Hund. Viele Tierbilder hat Ardif in Paris, London und New York auf Wände gebracht. Im Frühjahr könnte es möglicherweise neue Motive von Ardif in Düsseldorf geben. Dann kommt der Franzose für eine Solo-Schau in der Galerie Pretty Portal nach Düsseldorf.

Das Interesse an urbaner Kunst in der Landeshauptstadt scheint groß zu sein. So ist die Anfang November gestartete Führung „Urban Art Walk“, die Klaus Rosskothen gemeinsam mit Düsseldorf Tourismus samstags anbietet, in den kommenden Wochen ausgebucht. Freie Plätze gibt es erst wieder am 19. Januar.

Die Tour führt Besucher zu Wandbildern, Stickern und Paste-ups in Friedrichstadt und Bilk. Stationen des zweistündigen Rundgangs sind unter anderem der Fürstenplatz und das Boui Boui Bilk an der Suitbertusstraße.

(jaw)
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