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Originalproduktion des Musicals Chicago im Düsseldorfer Capitol

Musical : „Chicago“: Der Musical-Welthit kommt nach Düsseldorf

Ab dem 25. Juni wird die Original-Produktion im Capitol gezeigt. Die beiden Hauptdarstellerinnen haben vorab schon mal die Stadt besucht.

Die Zugfahrt von Köln nach Düsseldorf sei „wunderschön“ gewesen. Wunderschön? Ja, sie habe sofort an allem gesehen, dass sie in Europa ist, sagt Samantha Peo. Die Musicaldarstellerin hat sich am Mittwoch mit Kollegin Carmen Pretorius im Breidenbacher Hof der Presse vorgestellt. Sie spielen die Hauptrollen im Musical „Chicago“, das derzeit auf Welttournee ist und vom 25. bis 30. Juni im Capitol gastiert. Bis dahin treten die beiden noch in Köln auf – die Stadt ist das erste, was die beiden Südafrikanerinnen aus Johannesburg je von Europa gesehen haben, sehr schön sei es da. Da ließen die Kommentare zu der viel schöneren Stadt Düsseldorf natürlich nicht lange auf sich warten.

„Chicago“ – das Musical steht für live gespielte Jazzmusik, wilde Tänze und eine Story um zwei starke, wenngleich eiskalte Frauen in den 1920er Jahren, die beide einen Mord begangen haben sollen. Bis heute ist die Original-Produktion des Musicals 30 000 Mal gespielt worden – in 36 Ländern. „Der Film mit Catherine Zeta-Jones und Renée Zellweger hat mich als Zwölfjährige fasziniert. Da wusste ich, dass ich so ein Musical irgendwann auch mal spielen will“, sagt Carmen Pretorius. Sie spielt die Rolle der Roxie Hart, Samantha Peo spielt Velma Kelly. Das war auch mal anders: „2005 habe ich das erste Mal Chicago gespielt, damals war ich aber die Roxie. Es ist so interessant, jetzt aus der anderen Perspektive zu spielen“, sagt Peo.

Roxie und Velma – sie wollen als Jazzsängerin durchstarten und setzen ihre Rivalität und ihre Mordprozesse dann medienwirksam ein. Tatsächlich ist die Vorlage zum Musical, geschrieben von einer Journalistin, an echte Fälle im Chicago der 1920er Jahre angelehnt.

Im Juni 2018 begann das Ensemble mit den Proben, fünf Wochen später schon ging es auf Tournee. Meist werden sieben bis acht Shows in einer Woche gespielt. Es sei schon hart, monatelang von zu Hause weg zu sein, sagt Carmen Pretorius, aber man gewöhne sich daran. Ihr Freund sei selber Schauspieler und habe deshalb Verständnis. Bis es wieder nach Hause geht, will sie so viel wie möglich von Deutschland sehen – als Südafrikanerin fühle sie sich aufgrund der gemeinsamen Geschichte und teilweise auch Sprache der deutschen Kultur sehr nah. Sie und Samantha Peo wollen auf jeden Fall noch Kaiserswerth besuchen.

Chicago ist das am längsten gespielte amerikanische Musical in der Geschichte des Broadway und des West Ends. 25. bis 30. Juni im Capitol, Erkrather Str. 30. Karten ab 27,50 Euro, Telefon 0211/73440.

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