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"One Direction"-Fanshop: Kreisch-Alarm für fünf Pappkameraden

"One Direction"-Fanshop: Kreisch-Alarm für fünf Pappkameraden

An der Bismarckstraße gibt es für wenige Wochen einen Fanshop der Boyband One Direction. Ein Paradies für junge Mädchen.

Düsseldorf. Sie hängen, kleben und stehen überall, lebensgroß und in Farbe. Fünf junge Briten, die derzeit weltweit den Teenie-Mädels den Kopf verdrehen: One Direction. Seit kurzem hat der Fanshop „1D Shop“ an der Bismarckstraße täglich seine Pforten für kreischende Fans geöffnet. Dort laufen die Hits der Boygroup in Dauerschleife, und von Ringen über Shirts bis zu lebensgroßen Pappfiguren von Harry, Niall, Zayn, Liam und Louis gibt es dort alles.

„Wir sind ein Pop-up-Shop“, erklärt Store-Managerin Bianka Hoffmann das Konzept. „Das heißt, wir machen kurzfristig auf und schließen nach einigen Wochen wieder.“ Schon in Madrid, New York, London und Barcelona habe es solche Shops gegeben. Da dürfe Düsseldorf natürlich nicht fehlen. Und das Konzept funktioniert: „Bei der Eröffnung standen die Mädels Schlange. Das war ein Super-Gekreische“, erzählt Hoffmann.

Zwei dieser kreischenden Fans sind Alina und Julia Eisner. Die Geschwister haben im Shop ihre Lieblingsbandmitglieder Harry und Niall in Lebensgröße erworben. Leider nicht die Echten, sondern nur auf Pappe, aber immerhin. Auch die könne man ja anfassen, so Alina. Stolze 120 Euro hat ihre Mutter dafür auf den Tisch gelegt. Aber die seien es wert. „Die Jungs sehen so gut aus“, schwärmt Alina Eisner.

„Ich stelle mir Niall direkt neben mein Bett.“ Und ihre Schwester Julia gibt zu: „Als wir von dem Shop erfahren haben, war erst mal Mega-Kreischalarm angesagt.“ Das dürfte sich im Juni zehntausendfach wiederholen. Dann kommt die Band für ein Konzert in die Arena. Und die beiden Schwestern haben natürlich längst Karten.

Ähnlich verliebt wie Julia und Alina ist auch die 14-jährige Züleyha. Sie hat eine ganz besondere Aufgabe in dem Geschäft: „Ich bin heute für zwei Stunden Fan-Reporterin“, berichtet sie stolz. Fan-Reporterin sein, das heißt im 1D-Fanshop zu twittern, zu bloggen und so die Stimmung im Laden festzuhalten. Und die ist gut in dem abgedunkelten, ehemals leerstehenden Laden.

Auf dem Boden knien gut zehn Mädchen, nicken die Köpfe im Takt der Musik, singen lautstark den Hit „My last first kiss“ mit und kritzeln Liebesbotschaften auf eine Reihe aneinandergeklebter Din-A3 Blätter. „Macht weiter so“, ist zu lesen. Oder: „Ich liebe dich, Harry.“ „Das soll der längste Fanbrief der Welt werden“, erklärt Johannes Gramer, Leiter des reisenden Fanshops.

Bereits gute neun Meter ist der Brief lang, und da der Laden bis zum 31. Oktober geöffnet ist, wird er wohl noch um weitere Liebesbotschaften der Mädels anwachsen. „Unsere Kundschaft ist zu 99,99 Prozent weiblich“, weiß Johannes Gramer. Rund 3500 Mädels seien seit der Eröffnung im Laden gewesen.

Doch nicht nur das Kommerzielle steht im 1D-Fanshop im Mittelpunkt, auch rund um T-Shirts, Pullover und Ringe der britischen Boygroup lässt es sich als Fan dort gut Zeit verbringen: Karaoke singen, ein Foto mit dem Lieblingsstar machen oder einfach über die Band quatschen. Manche der Fans bleiben mehrere Stunden im Laden.

Mittendrin in dem Getümmel aus singenden, kreischenden und schwärmenden Mädchen sind auch Julia Thiesse und Jil Prothmann. Die beiden Schülerinnen würden sich ohne zu Zweifeln als echte „Hardcore-Fans“ bezeichnen. „Über One Direction sind wir beste Freundinnen geworden. Oh mein Gott, die Jungs sind so süß und lustig“, schwärmt Julia. Zusammen waren sie schon dreimal im Kinofilm über die Band. Und natürlich, erzählt Jil, gehen sie auch auf das Konzert. Zum Kreischen.