Silvester in Düsseldorf: Nur Samstag und Sonntag darf „geböllert“ werden

Silvester in Düsseldorf: Nur Samstag und Sonntag darf „geböllert“ werden

Ordnungsamt weist auf Gefahren und Sanktionen der Knallerei hin. Verkauf startet am Donnerstag.

Düsseldorf. Das Ordnungsamt weist daraufhin, dass zum Jahreswechsel nur am Samstag. 31. Dezember, und am Sonntag, 1. Januar, „geknallt“ werden darf. Menschen, die Feuerwerkskörper früher oder auch später abbrennen, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Ebenfalls geahndet wird der Verkauf von Feuerwerkskörpern mit Altersbegrenzung ab 18 Jahren an Kinder und Jugendliche.

Der Verkauf beginnt am Donnerstag. Das Abbrennen von Feuerwerk in der unmittelbaren Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- oder Seniorenheimen ist untersagt. Außerdem gilt in diesem Jahr ein Feuerwerksverbot in der Düsseldorfer Altstadt von Samstag, 31. Dezember, 20 Uhr bis Sonntag, 1. Januar 2017, 6 Uhr.

Die Feuerwehr Düsseldorf erinnert kurz vor dem Jahreswechsel daran, dass es wegen unsachgemäßen Umgangs mit Böllern und Raketen jedes Jahr an Silvester und Neujahr zu Einsätzen kommt, bei denen zum Teil schwere Verletzungen behandelt werden müssen. „Wir möchten niemandem das Abschießen von Feuerwerk verbieten. Aber jeder, der Böller, Knallfrösche, Goldregen oder Raketen abschießt, sollte bedenken, dass davon bei unsachgemäßem Gebrauch erhebliche Gefahren für Leib und Leben ausgehen können“, erklärt Feuerwehrchef Peter Albers.

Dies bestätigt die Statistik der vergangenen Neujahrsnächte. Immer wieder kommt es zu Verbrennungen im Gesicht und an den Händen, Augenverletzungen und Gehörschäden. Aber auch abgerissene Finger können das Resultat sein, wenn ein Böller in der Hand explodiert. Vom Silvesterabend 2015 bis zum frühen Morgen des neuen Jahres 2016 zum Beispiel mussten 204 Menschen (2014/2015: 206) durch den Rettungsdienst versorgt werden. Die meisten davon kamen zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich zum Jahreswechsel 2015/16 fünf Menschen (2014/15: fünf Menschen) durch Feuerwerkskörper verletzt haben. Durch unsachgemäßen, teils mutwilligen Umgang mit „Böllern“ kam es auch bei mindestens einem Menschen (2014/15: zwei Menschen) zu einem Knalltrauma (Verletzungen an Ohren). Die Verletzten mussten in den Krankenhäusern versorgt werden.

In der Zeit von 19 Uhr am Silvesterabend 2015 bis zum Neujahrsmorgen 2016 rückten die Feuerwehrleute 63 Mal (2014/2015: 68 Mal) zu Brandeinsätzen aus. Bei den meisten Bränden in der Stadt handelte es sich um Kleinbrände, oft verursacht durch Feuerwerkskörper. Allein sieben Mal brannte es auf Balkonen. Damit alle Düsseldorfer friedlich und unbeschadet ins neue Jahr kommen, hat die Feuerwehr Tipps zum sachgerechten Umgang mit Feuerwerkskörpern und Raketen zusammengestellt.

Nur in Deutschland zugelassenes Feuerwerk kaufen und verwenden.

Unbedingt vor dem Zünden die Gebrauchsanweisung lesen. Feuerwerkskörper und Raketen nur im Freien verwenden.

Nach dem Anzünden der Zündschnur mindestens acht Meter Sicherheitsabstand um das Feuerwerk herum einhalten.

Feuerwerkskörper nicht von Balkonen werfen, Raketen nicht vom Balkon aus starten.

Ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen Menschen, Gebäuden, Bäumen und Fahrzeugen einhalten.

Knaller nicht in Richtung andere Menschen werfen.

Feuerwerk nicht bündeln oder gemeinsam anzünden; auch nicht in Dosen, Flaschen, Briefkästen oder Altpapiercontainern zünden.

Besonders bei Kindern auf schwer entflammbare Kleidung achten, Silvester keine Kunstfaserstoffe wie etwa Fleece anziehen.

Vermeintliche Blindgänger nicht anfassen, sie können auch noch verspätet zünden. Keinesfalls nachzünden, wegen der zu kurzen Zündschnur explodiert der Knaller möglicherweise sofort. Blindgänger mit Wasser übergießen und unbrauchbar machen, denn gerade für Kinder, die solche Kracher nicht zünden dürfen, sind sie spätestens am nächsten Tag eine große Gefahr.

Raketen nur senkrecht starten. Dabei eine Flasche verwenden. Die Flasche muss einen sicheren Stand haben, am besten aus einem Flaschenkasten heraus. Keinesfalls Raketen aus der Hand starten.

Die Flugbahn der Rakete abschätzen und die Auftreffstelle nach dem Ausbrennen beobachten.