Düsseldorf NRW-Schulministerin will Medienkunde verbindlich machen

Düsseldorf. Medienkunde soll in Nordrhein-Westfalen zum Pflichtprogramm an Schulen werden. Einen entsprechenden Erlass bereitet derzeit Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vor, wie die „Rheinische Post“ am Mittwoch berichtete.

 Seit 2017 ist Yvonne Gebauer Ministerin für Schule und Bildung in NRW.

Seit 2017 ist Yvonne Gebauer Ministerin für Schule und Bildung in NRW.

Foto: Marcel Kusch

Jede Schule solle für sich bis 2021 verbindlich ein fächerübergreifendes Konzept entwickeln, an ein separates Schulfach sei vorerst aber nicht gedacht, hieß es demnach im Düsseldorfer Schulministerium.

Grundlage seien die Standards, die der Medienkompetenzrahmen vorgebe. „Lehrer und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, mit modernen digitalen Medien umzugehen und sie im Unterricht zu nutzen“, sagte ein Ministeriumssprecher. Laut dem Bericht arbeitet das Landesschulministerium überdies dem Vernehmen nach an einer umfassenden Digitalisierungsstrategie.

Bisher war die Vermittlung von Medienkunde laut „Rheinischer Post“ nicht landesweit verbindlich. Mit dem Erlass setze Gebauer eine Idee der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2016 um. Die rot-grüne Vorgängerregierung in Düsseldorf hatte demnach die Voraussetzungen mit dem sogenannten Medienpass geschaffen. Er soll unter anderem dazu dienen, den kritischen Umgang mit Medien zu lernen, und wird nun entsprechend erweitert. afp

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