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Düsseldorf: Neues Leben nach dem Mord-Prozess scheiterte

Düsseldorf : Neues Leben nach dem Mord-Prozess scheiterte

Dennis K. fand keinen Weg aus der Drogensucht. 21-Jähriger gestand zwei Überfälle auf Lebensmittel-Märkte.

Düsseldorf. Im Dezember vor zwei Jahren wolle Dennis K. ein neues Leben anfangen. Damals hatte der 21-Jährige das Landgericht als freier Mann verlassen können. Der Mord an einem 58-Jährigen in einer Gerresheimer Gartenlaube war ihm nicht nachzuweisen. Am Mittwoch saß der junge Mann wieder auf der Anklagebank. Er hatte im Juli zwei Lebensmittelmärkte in Hassels überfallen.

Dabei hatte Dennis K. alle Chancen. Zusammen mit seiner damaligen Freundin zog er nach Bonn und fand eine Anstellung als Kellner in einem Vier-Sterne-Hotel. Aber dann fuhr er immer wieder über die holländische Grenze, um sich Drogen zu besorgen. Die Beziehung scheiterte, der Job war weg.

Daheim in Düsseldorf landete der 21-Jährige wieder im Drogen-Sumpf. Oft sei er dann ziellos mit seinem Fahrrad herumgefahren und brauchte Geld: „Ich habe mit gar nichts dabei gedacht.“ Am 17. Juli war er nachmittags in einem Supermarkt an der Schneidemühlenstraße aufgetaucht. Als die Mitarbeiterin die Kasse öffnete, sprühte er ihr Reizgas ins Gesicht. Mit 300 Euro konnte Dennis K. flüchten.

Fünf Tage später ging er genauso bei einem Geschäft an der Potsdamer Straße in Hassels vor: „Ich habe gewartet, bis möglichst wenig Kunden dort sind.“ Dann kam er mit einem Schokoriegel zur Kasse. Auch hier bekam die Mitarbeiterin des Supermarktes eine volle Ladung Reizgas ab, als sie die Kasse gerade geöffnet hatte. Die Beute betrug 225 Euro.

Dennis K. erklärte, dass er bisher noch nie eine Drogen-Therapie gemacht habe. Der Prozess wird fortgesetzt.