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Neues Konzept schränkt E-Scooter-Parken auf der Königsallee ein​

Gegen Chaos auf den Gehsteigen : Neue Regeln für das Parken von E-Scootern auf der Kö

Ab sofort gelten neue Regeln, wo Leihfahrzeuge entlang der Einkaufsstraße geparkt werden dürfen. Dafür wurden sechs Flächen eingerichtet.

Gefährliche Situationen durch E-Scooter, die überall frei abgestellt werden können, soll es auf der Königsallee künftig nicht mehr geben. Ab sofort gelten dort neue Parkregeln für E-Scooter und andere Kleinfahrzeuge wie Leihräder, E-Bikes und E-Mopeds. Im Kernstadtgebiet wurden bereits 36 feste Sharingstationen eingerichtet. Sechs dieser Zonen sind im Bereich der Königsallee.

Das Ziel ist, dass die Fahrzeuge nicht mehr ungeregelt im öffentlichen Raum abgestellt werden. Das hatte bisher zu vielen Beschwerden über chaotische Gehwege geführt. Im Abstand von jeweils rund 150 Metern soll es künftig 100 solcher Abstellflächen geben.

Sharing-Stationen seien wichtiger Meilenstein der Mobilität

Verkehrsdezernent Jochen Kral beschreibt die neuen Sharingstationen auf der Kö als „einen wichtigen Meilenstein hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität“. Die E-Scooter-Fahrer sollen außerdem mit einer Aufklärungskampagne auf die korrekten Verhaltensweisen hingewiesen werden. Ein Teil davon ist auch eine neue Webseite (www.sharingstation.de), die den Besuchern und Anwohnern eine Übersichtskarte der bestehenden und geplanten Stationen bietet.

Eine weitere Funktion ist der Scooter-Melder: Dort können Fahrzeuge, die nicht ordnungsgemäß abgestellt werden, gemeldet werden, erklärt Kral. Zwar sei eine Beschwerde über die Behörde auch möglich. Allerdings sei der Weg über die Webseite schneller und unkompliziert.

Die neuen Stationen auf der Königsallee folgen dem Beispiel der Zonen, die unter anderem bereits in der Altstadt und Carlstadt errichtet wurden. Die sechs neuen Stationen auf der Kö erweitern das Gebiet. Informationstafeln weisen die Nutzer darauf hin, dass die Fahrzeuge nur nüchtern und E-Scooter und E-Bikes nur von einer Person genutzt werden dürfen. Die Radverkehrsregeln gelten auch für die Kleinfahrzeuge.

Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Königsallee (IG Kö) und der Bezirksvertretung 1 hat die Stadt die neuen Parkregeln eingeführt. Peter Wienen, Vorsitzender der IG Kö, ist dankbar, dass mit dieser Regelung wieder mehr Ordnung auf der Königsallee eintritt. Es sei eine intelligente Lösung gefunden worden, denn bei allen Fahrzeugen, die falsch abgestellt werden, zahlt der Nutzer noch weiter. Es könne ein „geordnetes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer“ entstehen.

Weitere Standorte werden nach Auskunft des Verkehrsdezernenten derzeit im Bereich der Immermannstraße und Berliner Allee untersucht.