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Neues Buch beschreibt die Stadtentwicklung Düsseldorfs von 2015 bis 2025

Städtebau : Neues Buch beschreibt die Stadtentwicklung Düsseldorfs

Im Fokus stehen Projekte und Planungen von 2015 bis 2025. Darunter etwa der „blaugrüne Ring“ und die Pläne rund um den Hauptbahnhof.

Düsseldorf verändert sich. Das fällt einem besonders auf, wenn man bestimmte Ecken nur selten durchstreift. Wo beim einen Mal noch eine tiefe Baugrube war, ragen beim nächsten Mal schon Bauträger, Gerüste oder Fassaden mit viel Glas in die Höhe. Und wo man vor Jahren vielleicht Schmutz, Sand und Baulärm satt hatte, stehen heute moderne Gebäude. Um einen Überblick über die vielen Projekte zu geben – die, die fertig sind und die, die noch fertig werden sollen – hat Oberbürgermeister Thomas Geisel nun gemeinsam mit Stadtplanungsdezernentin Cornelia Zuschke und Publizist und Dozent Dr. Dieter Nellen das Buch „Düsseldorf. Metropole am Rhein“ herausgebracht.

Eigentlich, so der OB, habe er das Buch auf der Immobilienmesse Mipim vorstellen sollen. Doch auch die sei Corona zum Opfer gefallen. Deshalb sei die Premiere nun ins Digitale verlegt worden – die Präsentation per Video abrufbar, die Buchvorstellung als Videokonferenz durchgeführt. Und dennoch findet er es passend, rücke das Buch doch die Stärken der Stadt in den Fokus.

Das Gateway. Foto: ja/Development partner AG

Auf 200 Seiten geht es hier um die städtebauliche Entwicklung Düsseldorfs. Dabei wird nicht nur zurückgeblickt, sondern auch nach vorn geschaut. 60 konkrete Bauprojekte der letzten und der kommenden fünf Jahre werden präsentiert. Zudem kommen Experten zu Wort, etwa zur Bedeutung von Kunst und Kultur oder den Strategien zum Hinaufsteigen in die dritte Dimension – dem Hochhausrahmenplan.

In Düsseldorf habe schon vor Jahren eine städtebauliche Meistererzählung begonnen, sagt Mitherausgeber Dieter Nellen. Und das nicht aus einer Notlage heraus, sondern mit Blick in die Zukunft. „Man merkt, die Stadt hat eine Vorstellung von sich“, sagt er. Etwa der „blaugrüne Ring“, die Verbindung von Hofgarten, Altstadt und Rhein erzähle eine Geschichte, verbinde Historisches mit den Kultureinrichtungen. Auch das Thema Wohnen spielt im neuen Buch eine zentrale Rolle – denn die Stadt wächst. „Wie sich Düsseldorf aktuell entwickelt, wie es auch im Kontext anderer nachgefragter Metropolen und Ballungsräume wächst und dabei seine eigene Identität bewahrt, ist Thema dieses Buches“, schreibt Geisel in seinem Vorwort. Wie neue Projekte sich entwickeln und wie dabei auch die Bevölkerung mit einbezogen wird, ist für Planungsdezernentin Cornelia Zuschke ein wichtiges Thema. Immer wieder schaue man gemeinsam, was man bereits habe und was man sich wünsche. „So, dass alle später sagen können: Das ist mein Düsseldorf.“ Düsseldorfs Weg in der Stadtplanung bestehe demnach in einer aktivierenden Planungspolitik mit hoher Partizipation. Oder einer „verantwortungsvollen Stadt“, wie Cornelia Zuschke sie in einem Beitrag beschreibt. Zwischen Expertenbeiträgen und Hintergrundwissen dürfen dabei die wichtigsten Projekte der Dekade 2015 bis 2025 nicht fehlen. Wie etwa der Kö-Bogen, die Pläne rund um den Hauptbahnhof mit dem neuen Kulturzentrum KAP1, in dem schon im kommenden Jahr die Stadtbücherei und das Forum Freies Theater einen neuen Platz finden sollen – und auch die Entwicklung rund um den Hafen. Besonders sei in Düsseldorf auch: „Hier wird eine Brache nicht als Belastung wahrgenommen, sondern als städtebauliche Option“, sagt Nellen, der ähnliche Buchprojekte auch schon anderswo umgesetzt hat und die internationale Bedeutung der Metropole am Rhein betont.

Wohnungsbau an der Verweyenstraße Foto: ja/anton kolev Wienstroer ARchitekten Stadtplaner

Das hier entstandene Buch soll nicht nur Experten rund um Stadtplanung und Bauprojekte vorbehalten bleiben – auch wenn die Herausgeber hoffen, dass es deren Aufmerksamkeit erregt und dort auf Interesse stößt: Grundsätzlich sei es für jeden gedacht, der sich für die Entwicklungen in Düsseldorf interessiert und im gut sortierten Buchhandel erhältlich.

Das Luisen-Gymnasium. Foto: ja/RKW Architektur formtool