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Neue Sicherheit im Veedelszug

Neue Sicherheit im Veedelszug

Saubande und Polizei luden zum Informationsabend ein.

Die Sicherheitsauflagen für die Veedelszüge sind präzisiert und verschärft. Deshalb lud die Saubande, der Förderverein des Gerresheimer Narrenzugs, im Beisein der Polizei zur Informationsveranstaltung ins Restaurant Zur Isa. Stefan Pitzer, der neue Sprecher der Saubande in Gerresheim, hatte sich bestens vorbereitet. Er listete im Beisein unzähliger Zuhörer all die Bestimmungen auf, die auch für die Kollegen aus anderen Veedelszügen in der Stadt gelten. So müssen Sperren aufgebaut werden. In Gerresheim liegen sie an der Heye-, Neunzig-, Dreher-, Bender- und Sichelstraße sowie Am Quadenhof. Kein Terrorist soll in die Menschenmasse rasen können.

Sie dürfen keine Marke Eigenbau sein, sondern müssen verkehrstauglich und zugelassen sein. Warndreieck, Verbandskasten und das Handy des Zugführers sollten griffbereit sein. Das Auf- und Abspringen während der Fahrt ist nicht erlaubt. Auch das Stehen auf der Rollhebebühne ist untersagt, es sei denn, die Hebebühne hat ein narrensicheres, einen Meter hohes Gitter.

Pro Wagenachse sind zwei Begleiter Vorschrift. Sie müssen älter als 18 Jahre sein und genau aufpassen, denn die Zuschauer am Straßenrand laufen allzu schnell zum Zug, um Kamelle zu ergattern. Außerdem herrscht für sie absolutes Alkoholverbot.

Besondere Vorschriften gelten für die Polizei. Wie Melanie Wienholz als „Sheriff von Gerresheim“ erklärte, genügen zwei Polizisten vorn und hinten am Zug nicht mehr. Vier Kollegen müssen auch nach der Auflösung des Zugs zugegen sein. Hinzu kommen Azubis. „Wir werden in kleineren Gruppen Streife gehen, sichtbar und präsent sein.“

Zehn Kapellen und 29 Gruppen waren es im letzten Jahr. Diesmal wird der närrische Lindwurm noch länger sein, denn die Bürgerstiftung Gerresheim schickt zu ihrem 10-jährigen Jubiläum 30 Erwachsene und 20 Kinder als Stiftsdamen und Stiftsherren. Selbst aus Wuppertal kommt eine Showtanzgarde.

Wieder dabei sind die Sportsfreunde Gerresheim mit einem Rattenschwanz von Teilnehmern. Altbekannte Gesichter sind die „Mexikaner“ unter Fritz Pohl vom Königsbusch, die als „1. Jecke vom Busch“ seit 20 Jahren eine eingeschworene Fußgruppe stellen. Bei den „Funken Füttchen“ geht Tanja Drewe voran. Sie war schon als Vierjährige dabei und schrie vor Angst, weil der Aufputz den bösen Geistern galt. In diesem Jahr feiert sie ihre 40. Teilnahme. Und sie freut sich riesig.