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Düsseldorf: Neue FH: Der Umzug verzögert sich

Düsseldorf : Neue FH: Der Umzug verzögert sich

Eigentlich sollten alle Fachbereiche, die in Bilk sitzen, im Sommer umziehen. Das wurde jetzt abgeblasen. Die IT- und Medien-Technik ist nicht fertig.

Düsseldorf. Für die Fachhochschule soll es der Start in eine schöne Zukunft werden — der Umzug zum neuen und modernen Campus in Derendorf, endlich alle Fachbereiche an einem Ort. Der neue Name ist schon da: Hochschule Düsseldorf — allerdings läuft sonst nicht alles rund. Im Herbst hatte die WZ berichtet, dass der Campus deutlich zu klein geplant ist (ausgelegt ist er für 7000 Studenten, aktuell gibt es mehr als 9000), nun stellt sich heraus, dass der Start des Umzugs sich verzögert. Zwei Fachbereiche hängen in der Luft.

Betroffen sind davon die Einrichtungen, die auf dem Gelände der Heine-Uni in Bilk ansässig sind: die Verwaltung, Mensa und Bibliothek, zudem die Fachbereiche Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften. Und offensichtlich gibt es dabei ein ziemliches Hin und Her.

Bislang arbeitet allein die Campus-IT bereits in Derendorf. Bis weit ins Frühjahr hinein war nach WZ-Informationen als nächster Schritt kommuniziert: Im Wintersemester arbeiten Verwaltung und die beiden Fachbereiche auf dem neuen Campus. Im Juli sollte umgezogen werden, Weisungen gingen herum, wonach sich Mitarbeiter bei der Urlaubsplanung darauf einstellen sollten.

Im Mai erfuhren die Sozial- und Kulturwissenschaftler dann: Der Termin ist gekippt und auf das Sommersemester 2016 verschoben. Und nun teilte Hochschulpräsidentin Brigitte Grass in einer internen Rundmail, die der WZ vorliegt, mit, dass auch die Wirtschaftswissenschaftler noch warten müssen. Darin heißt es: „Geplant ist nach jetzigem Stand ein Umzug der Fachbereiche Medien, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften zum Sommersemester 2016.“

Zur Begründung heißt es, dass der Landesbaubetrieb BLB „uns zurzeit kein Gebäude übergeben (kann), in dem sichergestellt ist, dass die notwendigen IT- und medientechnischen Voraussetzungen gegeben sind“. Und: „Wir sind dem BLB bereits insofern entgegengekommen, als wir erneut eine einmonatige Verlängerung zur Behebung der Mängel bis zum 26. Juni eingeräumt haben. Parallel haben wir hochschulseitig alle für den Umzug relevanten Vergabeverfahren organisiert und diverse Firmen für Anfang Juli bestellt, um mit den notwendigen Arbeiten für die Aufnahme des Studienbetriebs zu beginnen. Leider hat sich gezeigt, dass es in Teilbereichen der IT-Technik bauseitig keinerlei Weiterentwicklung gegeben hat.“ Und: Wir bedauern diese Umstände sehr.“

In der Studierendenschaft sieht man die Verspätungen indes gelassen. Fachschaftsmitglied Sven Rentner sagt: „Wir sind eher glücklich über die Entscheidung.“ Zuletzt seien viele besorgt gewesen, der Umzug könne überstürzt über die Bühne gehen, so dass anschließend Studierende und Dozenten mit Mängeln zu kämpfen haben.