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Nachwuchsjecken feiern ohne Alkohol

Karneval in Düsseldorf : Nachwuchsjecken feiern ohne Alkohol

Bei der Karnevalsparty „Young & Jeck“ hatten Eltern keinen Zutritt und berauschende Getränke gab es für die Jugendlichen auch nicht.

Karneval und Alkohol, das gehört für viele zusammen wie Düsseldorf und der Rhein, der durch die Stadt fließt. Leider auch für viele Jugendliche, die denken, dass sie mit Alkohol im Blut lockerer und fröhlicher sind. Außerdem wollen sie oft in ihren Gruppen nicht als Außenseiter dastehen, wenn dort getrunken wird und sie sich nicht trauen, „nein“ zu sagen.

Deshalb gibt es seit vergangenem Jahr die Karnevalsparty „Young & Jeck“ für zwölf bis 16-Jährige im Lambertus-Saal. Und das Einzige was bei dieser Party mit Promille zu tun hat, ist die Brille der IKK-Krankenkasse, die den Nachwuchsjecken einen Alkoholgehalt von 1,5 Promille vorgauckelt. Drei kleine Bälle sollen sie aufheben und in einen kleinen Eimer werfen. Und das ist „volltrunken“ gar nicht so einfach. Lara (13) greift meist daneben und den Eimer trifft sie auch nicht. „Das fühlt sich total komisch an und man ist so unsicher. Ich verstehe gar nicht, warum die Erwachsenen so viel trinken.“ Die Bundesligavereine Borussia und die DEG unterstützten die Aktion mit Freikarten.„Es geht gar nicht so sehr um den erhobenen Zeigefinger, sondern um Aufklärung. Und in erster Linie wollen wir ja Karneval feiern, wenn auch ohne Stoff“, sagt Organisator Martin Wilms.

Und das klappte hervorragend. Zumal die Räumlichkeiten für Eltern an diesem Tag tabu waren. Die Tanzschule von Roman Frieling sorgte für das Entertainment der Jugendlichen. Und die typischen Karnevals-Schunkellieder standen bei den Kids auf der Beliebtheitsskala auch nicht unbedingt ganz oben. Textsicherer ist man da eindeutig bei den Mallorca-Hits „Johnny Däpp“ oder „Disco Pogo“ von den Atzen.

Musikalisch sorgte die Jolly-Family für Karnevalsstimmung. Aber der Abräumer des Abends war eindeutig Teenie-Schwarm Jay Oh, Gewinner von „Das Supertalent 2015“. Da waren die Jungs erst einmal abgemeldet, als er auf der Bühne stand.

Den Nachwuchsjecken machte der Nachmittag viel Spaß. „Das Gute ist, dass man viel mitmachen kann. Außerdem sind die Leute total nett“, sagt Manjou (13).