Nachricht vom Sensenmann

W. Zetti war kürzlich in großer Sorge um die eigene Haut. Fast schien es ihm, als höre er den Sensenmann hinter ihm schon die Klinge wetzen. Warum all diese Düsternis? Nun, W. Zetti hatte eindeutige Omen gesehen.

Und zwar keine guten. Am ersten Tag, genauer gesagt am Donnerstag, erreichte ihn das Grauen, als er vermeintlich fernab von allem Bösen über einen See ruderte. Er schaute nach links: Da war es. Neben ihm trieb ein riesiger, toter Fisch an der Wasseroberfläche. Mein Beileid, dachte W. Zetti, und wünschte der Möwe, die da gerade auf dem Fisch landete, einen guten Appetit. Das allein beunruhigte ihn noch nicht. Aber als er am nächsten Morgen zur Arbeit lief, sah er es wieder: Im Wasser der Landskrone ganz nah am Ufer, trieb ein totes Kaninchen. Das war zu viel des Zufalls für ihn. Waren das Vorboten von etwas Üblem? Ein Freund von W. Zetti rückte diesem den Kopf wieder zurecht. Nein, das sind keine bösen Omen, sagte der, das ist Natur. W. Zetti solle lieber mal darauf achten, wie viel Leben es um ihn herum gebe. Bitte, danke.

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