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Nach One-Direction-Konzert: Mädchen reanimiert

Nach One-Direction-Konzert: Mädchen reanimiert

14-jährige Österreicherin kollabierte mit Herzkammerflimmern, zufällig war ein Helfer in der Nähe.

Düsseldorf. Ein 14-jähriges Mädchen ist am Mittwochabend nach dem Konzert von One Direction in der Arena zusammengebrochen. Wie erst jetzt bekannt wurde, war bei ihr ein Herzkammerflimmern aufgetreten, die junge Österreicherin schwebte in Lebensgefahr und hatte großes Glück im Unglück.

Wie viele andere Besucher waren Mutter und Tochter von weit angereist, um den einzigen Deutschland-Auftritt der Teenie-Idole in der Arena zu verfolgen, 43 000 Zuschauer waren gekommen, viele junge Mädchen.

Nach dem Konzert wollten Mutter und Tochter mit der Straßenbahn zurück in ihr Hotel. Zunächst nahmen sie aber die falsche Bahn und stiegen an der Haltestelle Nordpark auf der Kaiserswerther Straße wieder aus.

Dort wurde dem Mädchen kurz darauf plötzlich schlecht und sie brach zusammen. Zufälligerweise war ein Rettungsassistent aus Bayern in der Nähe, er kam sofort zu Hilfe, erkannte die Herzprobleme und versuchte, das Mädchen zu reanimieren.

Kurz darauf traf der Notarzt ein, setzte die Wiederbelebung fort und brachte das Mädchen in die Uniklinik. Auch die Mutter musste behandelt werden, weil sie unter Schock stand. Nach Auskunft der Ärzte war die 14-Jährige am folgenden Tag wieder ansprechbar, ihr Zustand stabil.

Unklar blieb zunächst der Grund für den Kollaps. Zwar waren während des Konzerts viele junge Besucherinnen behandelt worden. Die Feuerwehr sprach von 169 Bagatellfällen, von der Pflasterausgabe bis zu Kreislaufproblemen. Ein Herzkammerflimmern sei aber nicht allein mit Überanstrengung, Aufregung und möglichem Flüssigkeitsmangel zu erklären. Eventuell müsse bei dem Mädchen eine Vorerkrankung vorgelegen haben, eventuell auch ein Infekt, der das Herz schwächte, so ein Sprecher der Feuerwehr.