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Nach Ed-Sheeran-Pleite: So läuft die Planung für ein Festivalgelände

Open-Air-Fläche : Festivalgelände an der Messe: So geht die Planung weiter

Politiker im Rathaus stimmen Konzept für die Öffentlichkeitsbeteiligung zu.

Das geplante und dann aber von der Politik nicht genehmigte Open-Air-Konzert von Pop-Star Ed Sheeran bestimmte im vergangenen Sommer die Düsseldorfer Schlagzeilen. Eine Mehrheit von CDU, Grünen, Linken und Tierschutzpartei war dagegen. Sie verweigerten die Baugenehmigung für eine entsprechende Veranstaltungsfläche auf dem Gelände des Messeparkplatzes P 1. 85 000 Tickets waren da bereits für das Konzert verkauft worden. Doch auch das änderte an der Haltung der Gegner nichts, unter anderem weil mehr als 100 Bäume für die Fläche hätten gefällt werden müssen und weil sie sich nicht gut von der Stadtspitze informiert fühlten. Doch damit ist der Plan für ein solches Festivalgelände nicht zu den Akten gelegt.

Im Planungsausschuss am Mittwoch legte die Verwaltung ein Konzept für einen neuen Anlauf vor. Denn es gibt einen Ratsbeschluss von Oktober, nach dem eine etwa 20 Hektar große Open-Air-Fläche auf dem Messeparkplatz geschaffen werden soll. Doch diesmal will man offenbar behutsamer das Thema angehen. Dazu wurde nun zunächst ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit beschlossen.

Dieses sieht in diesem Frühjahr einen Workshop vor, bei dem das Konzept und Planungsverfahren für das Veranstaltungsgelände erläutert wird. Fachleute und interessierte Bürger können sich zu den Themen Verkehr, Umwelt und Natur austauschen. Es folgt eine weitere Veranstaltung, bei der Interessierte weitere Anregungen geben können. Zudem ist eine Ortsbegehung vorgesehen sowie eine Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen. Für den Zeitraum des Planverfahrens will die Stadt eine Internetseite einrichten.

Vertreter von SPD, Grünen, FDP und CDU stimmten für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit. FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus sagt: „Das ist der richtige Weg, wir freuen uns, dass es weitergeht.“ Dies sieht auch SPD-Fraktionschef Markus Raub so: „Das ist kein Selbstläufer, das muss gut vorbereitet werden.“ Planungsausschussvorsitzender Alexander Fils (CDU) machte allerdings deutlich: „Das ist kein finaler Beschluss, wir stimmen nur dem weiteren Weg zu.“ Positiv bewertet Dominik Silbach als Vertreter des Jugendrates das Verfahren, weil dort Kinder- und Jugendliche ausdrücklich beteiligt werden sollen. Er werde sich gerne einbringen.