Musikfestival 2019: So sehen Musiker die Jazz Rally in Düsseldorf

Musikfestival 2019 : So sehen Musiker die Jazz Rally in Düsseldorf

Normalerweise geht der Blick auf die Bühne. Die WZ hat in diesem Jahr bei der Jazz Rally mal die andere Perspektive gewählt. Was denken Musiker über das Festival?

Nik West, ehemalige Bassistin von Prince

„Ich spiele auf vielen Festivals. Aber ich bin noch nie so herzlich aufgenommen worden“ Die Künstlerin war so begeistert, dass sie mit ihrer Band noch vier Tage im Hotel gebucht hat, um sich Düsseldorf anzusehen: „Ich würde gern wiederkommen.“

Leona Berlin, Sängerin

„Unter den Musikern in Deutschland ist die Jazz Rally schon ein Begriff. Wenn man hier spielen darf, ist das schon eine Hausnummer.“ Sagt die junge Sängerin, die aus Karlsruhe stammt, aber jetzt in der Stadt lebt, die ihren - richtigen - Namen trägt und eine Plattenvertrag bei Warner Brothers hat.

Eine der Entdeckungen der Rally: Leona Berlin spielte ein fantastisches Konzert im Stilwerk. Foto: Dieter Sieckmeyer

Ergün Aktoprak, Sänger der Band Tan

„Die Jazz Rally ist für mich identifikationsstiftend. Sie passt zum Profil der Stadt und hat inzwischen eine große Ausstrahlung.“ Mit seiner Band Tan, die zu den wenigen deutsch-türkischen Gruppen gehört, lieferte er ein tolles Konzert im Ibach-Saal: „Und es war nicht nur Laufpublikum. Viele sind die ganze Zeit geblieben.“

Klaus Doldinger, Jazz-Legende und Schirmherr

„Für mich ist es immer etwas Besonderes, wenn ich zur Jazz Rally komme. Schließlich habe ich von 1945 bis 1967 in Düsseldorf gelebt und bin hier zur Schule gegangen.“ Für den 83-Jährigen, der schon lange in der Nähe von München lebt, sind die Abstecher an den Rhein eine Reise in die Jugend: „Ich finde schön, dass vieles in der Stadt noch so wie früher ist.“

Schirmherr Klaus Doldinger eröffnete das Festival zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Geisel. Foto: Dieter Sieckmeyer

Peter Weiss, Schlagzeuger

„Ein bisschen ist die Jazz Rally Etikettenschwindel. Ich würde mir mehr durchgehende Qualität wünschen.“ Die Düsseldorfer Schlagzeuglegende schlägt vor, dem Festival doch einen neuen Namen zu geben: „Vielleicht Jazz and more.“

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