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Münchener Straße in Düsseldorf: Stadt plant Verlängerung der Busspuren

Planungsergebnis bis Mitte 2021 : Stadt plant Verlängerung der Busspur Münchener Straße

Noch immer werden Busse in der Stadt nicht auf eigenen Spuren geführt, was sie langsamer macht. Auf der Münchener Straße wurde den Bussen bereits an zwei Stellen die Möglichkeit für ein schnelles Durchkommen geschaffen. Weitere könnten folgen.

Vor einem Jahr hat die Bezirksvertretung 9 die Verwaltung gebeten, zu prüfen, ob und wie eine Verlängerung der Busspur auf der Münchener Straße Sinn ergibt. Die Stadt, so heißt es jetzt in einer aktuellen Antwort, steht der Erweiterung der Busspur unter Inanspruchnahme des Standstreifens positiv gegenüber. Damit könne ein Beitrag zur Beschleunigung der Busse und so zu einer gewünschten Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf den ÖPNV geleistet werden, heißt es in einer Antwort an die Politik.

Bislang wurden zwei Teilabschnitte als Busspur ausgewiesen: Zwischen Itterstraße und Ickerswarder Straße in Fahrtrichtung Innenstadt. Die Einrichtung der Busspur erfolgte auf dem früheren Seitenstreifen auf einer Länge von zirka 950 Meter. In Fahrtrichtung Benrath wurde eine Busspur zwischen Ickerswarder Straße und Im Besental auf einer Länge von zirka 300 Metern auf dem früheren Standstreifen ausgewiesen. Weitere Abschnitte in beide Richtungen sind aus Sicht der Verwaltung möglich und würden derzeit geprüft. Eine Ausweisung der Busspur als „echte Umweltspur“ sei jedoch problematisch, da es an den Übergängen zu den Rechtsabbiegespuren zu vermehrten Verflechtungsverkehren kommen würde. Dies würde bei dem derzeitigen Geschwindigkeitsniveau ein Problem bei der Verkehrssicherheit verursachen. Um diese Bereiche mit der nötigen Verkehrssicherheit abwickeln zu können, wäre laut Stadt der Bau von parallelen Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren notwendig.

Auch für den Bereich der Busschleuse nördlich der Ickerswarder Straße kann laut Stadt eine Umweltspur in Betracht gezogen werden. Die beiden „Schleusen“-Signale würden jeweils abwechselnd für die Umweltspur und die regulären Fahr-Spuren „Grün“ zeigen. Da es sich bei beiden Signalen um solche für den Kfz-Verkehr handelt, würde die wechselnde Freigabe zu Irritationen führen. Eine andere Möglichkeit, die Signale zu befestigen, sieht die Verwaltung nicht. Planungsergebnisse sollen in der zweiten Jahreshälfte vorliegen.