Düsseldorf: Möpse im Museum — und an der Kö

Düsseldorf: Möpse im Museum — und an der Kö

Ob aus Porzellan oder in echt, die Tiere liegen im Trend.

Düsseldorf. „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, textete einst Loriot. Für Hundebesitzer steht das längst fest. Sie reagierten spontan auf ein Foto zweier Meissener Porzellan-Möpse aus dem Hetjens-Museum, das in der Online-Plattform „Art in Düsseldorf“ stand. Die Zahl der Follower, die ihren Mops posteten, stieg auf über 40 000. Die konkrete Neugier für die Porzellantiere hielt sich allerdings in Grenzen.

Ganze drei Frauchen tauchten am Mittwochabend mit Mops zur Museumsführung auf. Philip, das einzige dunkle Tier, blieb fast schon ein bisschen stolz. Gretchen, in beigem Fell mit schwarzer Maske, gab sich leutselig, schließlich ist er Therapiehund. Der Dritte im Bunde entpuppte sich als „Notmops“, wie seine Halterin Julia Wegner erzählte. Das Tier sei ihr auf einer Auffangstation in Brandenburg begegnet und habe zwei Stunden gezögert, ehe es mit Frauchen nach Düsseldorf übersiedelte.

Das einzige Problem am Rundgang durch die Porzellansammlung mit den Möpsen war, dass Volontär Wilko Beckmann keine Hundesprache beherrschte. Er konnte weder bellen noch winseln. Er sprach ganz einfach Deutsch, woraufhin ihn die Möpse bestraften: Sie hörten einfach nicht zu.

Das wird sich wohl auch beim nächsten Auftritt von Loriots Lieblingslebewesen nicht ändern. Am Mittwoch dreht sich ab 19 Uhr bei Franzen an der Königsallee 42 alles um Möpse, aber auch um den großen Humoristen selbst. Stefan Lukschy hatte einst sein Loriot-Porträt mit dem eingangs genannten Zitat betitelt. Nun liest er daraus, während Möpse in Form von edlen Schmuckstücken der Porzellan-Manufaktur Meissen gezeigt werden.