Düsseldorf: Mitarbeiter klagen gegen Uni-Klinik

Düsseldorf: Mitarbeiter klagen gegen Uni-Klinik

Neben dem Ärger um neue Dienstpläne soll nun ein Mediator im Grundsatzstreit zwischen Verdi und Klinik-Leitung vermitteln.

Der Streit zwischen Leitung der Uni-Klinik und Teilen der Belegschaft ist erneut ein Fall für die Gerichte. Sieben Mitarbeiter haben gegen die neue Dienstplanregelung für das Pflegepersonal geklagt, am 20. Februar ist der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht. Der Personalrat hat vor dem Verwaltungsgericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt, da er nicht ausreichend eingebunden worden sei.

Hintergrund: Zum 1. Januar war das Klinikum von der 4,75-Tage- zur Fünf-Tage-Woche zurückgekehrt, für die pro Tag kürzere Schichten anfallen. Sie hat laut Personalrat allerdings zur Folge, dass zwölf Ausgleichstage wegfallen, die die Mitarbeiter bislang als Puffer etwa beim Wechsel von Früh- auf Spätschichten genutzt hatten. Verdi hatte vor der Einführung bereits 1400 Unterschriften von Beschäftigten gegen die Einführung gesammelt, von Entlastung kann laut des Personalrats-Vorsitzenden Martin Koerbel-Landwehr keine Rede sein. Uni-Sprecher Stefan Dreising sagt allerdings: „Wir haben bislang sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Die Stationen seien jetzt besser besetzt.

Währendessen sind im Streit zwischen Klinik-Leitung und Verdi um Entlastung der Mitarbeiter vorerst keine Streiks geplant. Die Parteien haben sich angenähert, wollen nach Vorschlag der Uni-Klinik einen Mediator zur Vermittlung einsetzen. Verdi ist etwa von der Forderung nach einem Tarifvertrag abgerückt. „Es geht uns um Inhalte, nicht die Form“, sagt Jan von Hagen.