Millionen für den gepanzerten Mercedes von Adolf Hitler

Millionen für den gepanzerten Mercedes von Adolf Hitler

Düsseldorfer will Limousine bei Sammler entdeckt haben.

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Autohändler Michael Fröhlich hat nach eigenen Angaben Adolf Hitlers Limousine bei einem Sammler im Raum Bielefeld entdeckt. Ein Sprecher der Daimler AG schloss nicht aus, dass Hitler in dem Wagen chauffiert wurde, konnte dies aber am Montag auch nicht bestätigen: "Wir müssten uns das Auto angucken. Der Besitzer bekommt von uns die Auskunft", hieß es in Stuttgart.

Vom besagten Modell Mercedes 770 K seien zwischen 1938 und 1943 insgesamt 88 Stück gebaut worden. Die Bestellung des Fahrzeugs für "den Führer und Reichskanzler" bedeute, dass es damals für den Fuhrpark der Reichskanzlei bestellt worden sei. Für Hitler hätten mehrere Limousinen bereit gestanden.

Der gepanzerte Mercedes 770 K wiege rund fünf Tonnen, habe 400 PS und verbrauche 40 Liter Super auf 100 Kilometern, sagte Händler Michael Fröhlich (59). Er habe im Auftrag eines reichen Russen zwei Monate lang nach dem Wagen gefahndet und sei schließlich bei einem Sammler im Raum Bielefeld fündig geworden, behauptete Fröhlich.

Der Wagen soll nun mit fünf weiteren Limousinen von Nazi- und Wehrmachts-Größen für einen zweistelligen Millionenbetrag den Besitzer wechseln.

Das Auto habe einen 300-Liter-Tank und könne eine Geschwindigkeit von bis zu 180 Stundenkilometern erreichen. Laut Tachostand sei es 33 000 Kilometer gefahren. Für Hitler sei eine Stehmulde unter dem hochklappbaren Beifahrersitz eingelassen, damit er sich bei offenem Verdeck dem Volk präsentieren konnte.

Vier Zentimeter dickes Panzerglas und eine Stahl-Rückwand sollten vor Attentaten schützen. Dazu komme 18 Millimeter dickes Stahlblech. Das Kennzeichen hat die Nummer: "IA 148 461". In einem Wagen mit solchem Kennzeichen ist Hitler auch auf historischen Aufnahmen zu sehen.

Vertreter des Käufers seien bereits mit einem Privatjet nach Dortmund geflogen und hätten sich den Wagen angeschaut. Er habe zunächst moralische Bedenken gehabt, den Wagen des Massenmörders ausfindig zu machen, so Fröhlich: "Schließlich ist meine ganze Familie in Berlin durch diesen Herrn umgekommen. Aber es ist auch nur ein Auto."