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Mercedes baut sein Düsseldorfer Werk Corona-gerecht um

Autobauer in Düsseldorf : Mercedes baut sein Werk Corona-gerecht um

Seit dem 27. April läuft die Produktion im Mercedes-Benz-Werk in Düsseldorf wieder. Derzeit noch im Ein-Schicht-Betrieb. Aber schon bald sollen die Bänder wieder die volle Produktionsleistung bringen.

Doch wie sieht es um die Sicherheit für die Mitarbeiter aus? Dazu haben sich die Verantwortlichen eine Menge einfallen lassen.

Und weil das Werk dem Land Nordrhein-Westfalen noch 10 000 Einweg-Masken, 2000 Gesichtsschilder und 100 Schutzanzüge zur Verfügung stellt, kam NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) persönlich vorbei, um die Schutzausrüstung entgegenzunehmen. Und um sich über die Umbaumaßnahmen zu informieren.

112 Einzelmaßnahmen wurden in Absprache mit dem Betriebsrat umgesetzt und in den fünf Wochen des Produktionsstillstandes eingebaut. „Jeder einzelne Arbeitsplatz wurde einer so genannten Gefährdungsbeurteilung unterzogen, und auch die Mitarbeiter haben uns viele Tipps gegeben“, sagt Sprecherin Silke Walters.

Die Laufwege auf den Treppenauf- und Abgängen wurden abgeklebt, damit die Mitarbeiter den nötigen Abstand einhalten. Zudem wurden mehr als 700 Trennwände in den Pausenbereichen eingebaut. „Die Reinigungsintervalle wurden deutlich erhöht, und in den Shops gibt es Einlassbeschränkungen und keine Selbstbedienung mehr“, erklärt Walters. Engpässe bei den Desinfektionsmitteln gibt es nicht, die stellt Mercedes selbst her. Die Höhe der Kosten können die Verantwortlichen noch nicht benennen. „Die Pandemie kam ziemlich plötzlich über uns, und wir tun zur Zeit, was zu tun ist. Daher gab es auch noch keine zentrale Rechnungsstellung. Wir haben allerdings die Möglichkeit, die meisten Arbeiten in Eigenregie zu leisten. Und der niedrige Krankenstand von aktuell 3,9 Prozent ist ein Zeichen dafür, dass die Maßnahmen funktionieren“, sagt Standortleiter Armin Willy.