Mehr Trinkbrunnen am Rhein

Mehr Trinkbrunnen am Rhein

In vielen Städten erfrischen sich Passanten und Radler an Brunnen. Hier soll es jetzt zumindest zwei zusätzliche auf Probe geben.

Düsseldorf. Im New Yorker Central-Park gibt es sie im Dutzend, in Berlin kann man seinen Durst an 16 öffentlichen Trinkbrunnen — etwa am Kudamm — stillen, in Zürich erfrischt das Gratis-Wasser an fast 100 Stellen Passanten und „Sight-Jogger“, die die Schweizer Metropole laufend erkunden. Und in Dortmund gibt es mittlerweile 34 solcher Brunnen, an denen man zumindest von April bis Oktober Wasser trinken kann.

Wie berichtet sollte es auch in Düsseldorf längst ähnlich sein — doch die Sache mit den Trinkbrunnen zieht sich seit Jahren hin. Und zwar ergebnislos. Jetzt immerhin geht es offenbar voran.

Nachdem die SPD-Fraktion bereits 2006 beantragt hatte, die Installation von Trinkbrunnen in der Innenstadt und vor allem am Rheinufer zu prüfen (dem einstimmig zugestimmt wurde), kam von der Verwaltung jahrelang keine Antwort. „Dabei haben die Stadtwerke längst Konzepte inklusive Bau- und Folgekosten in der Schublade“, kritisiert Ratsherr Günter Wurm, der sich die Brunnen besonders für Radfahrer wünscht, die am Rhein Touren fahren.

Im Bauausschuss trug nun Dezernent Gregor Bonin die Bedenken der Stadt vor: „Zum einen ist unklar, ob solche Brunnen wirklich notwendig sind. Zum anderen, ob die hygienischen Standards für Trinkwasser stets gewahrt werden können.“ Man wolle nicht mehrere tausend Euro pro Brunnen investieren, wenn der nach kurzer Zeit abgedreht werden müsse.

Doch die Politik lässt nicht locker. Alle Fragen sollen jetzt endlich rasch geklärt werden. Dann könnten die Stadtwerke am Landtag und am Hammer Deich zunächst zwei Probe-Trinkbrunnen auf eigene Kosten anlegen, nach einem halben Jahr würde dann überprüft, ob sie sich bewährt haben.

Die beiden Trinkbrunnen, die es schon gibt, liegen an der Peripherie, nämlich bei den Wasserwerken in Stockum und Flehe. Wurm: „Wir wünschen uns mehr zentrale Trinkbrunnen. Da können dann Düsseldorfer und Touristen Wasser und auch neuen Mut schöpfen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung