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Masten des Theaterzelts stehen schon

Masten des Theaterzelts stehen schon

Am Mittwoch wird das Dach aufgezogen, Donnerstag die Tribüne aufgebaut. Die ersten Proben beginnen am 28. August.

Düsseldorf. Nur 100 Meter liegen zwischen dem Open-Air-Kino und dem Theaterzelt. „Passt“, sagt Ronald Mengler. „Wenn das Kino abbaut, sind wir fertig. Wir kommen uns nicht ins Gehege.“ Mengler ist am Schauspielhaus Mitarbeiter der technischen Direktion. Aktuell leitet er den Aufbau des Theaterzelts im Rheinpark, gleich neben der Rheinterrasse. Am Mittwoch wurden die Masten aufgerichtet, am Mittwoch wird das Dach aufgezogen, am Abend muss alles fertig sein. Dann geht es Schlag auf Schlag: Donnerstag Tribüne, Freitag und Samstag Licht- und Tontechnik. Erste Proben beginnen am 28. August.

Foto: Melanie Zanin

Zu Beginn der Spielzeit Anfang September zieht das Schauspielhaus, wie schon im Vorjahr, für zwei Monate in ein Zelt. Es ist eine von vielen Ersatzspielstätten, mit denen Schauspielhausintendant Wilfried Schulz vorlieb nehmen muss, solange das Haus am Gustaf-Gründgens-Platz saniert wird. Es ist sicher der attraktivste Alternativstandort.

Die Düsseldorfer haben sich das Zelt erneut vom Hamburger Thalia Theater geborgt. Im vergangenen Jahr stand es am Corneliusplatz, das Publikum war begeistert und der Kartenverkauf lief prächtig. Zumal den ganzen Tag über Ticketkasse, Café und Bar geöffnet waren. Das wird dieses Mal anders sein. „Wir rechnen im Rheinpark nicht mit einer so hohen Frequenz wie mitten in der Stadt“, sagt Claudia Schmitz, Kaufmännische Geschäftsführerin am Schauspielhaus. Heißt: Die Kasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, ebenso die Gastronomie, die allerdings auch im Anschluss an die jeweilige Vorführungen zur Verfügung steht.

Bis Mitte November bleibt das Zelt im Rheinpark stehen, geheizt oder gekühlt wird über Luftschläuche. Kräftigen Wind kann es vertragen. „Ab Windstärke acht müssten wir den Spielbetrieb dann allerdings einstellen“, sagt Mengler.

Tatsächlich werden zwei Zelte aufgebaut: das große Vier-Mast-Zelt, in dem gespielt wird und das kleine so genannte Festzelt, das den Foyerbereich bildet. Rund 350 000 Euro kosten Aufbau, Betrieb und die Wiederinstandsetzung des Grüns. Vielleicht sogar etwas mehr, meint Claudia Schmitz. Die 350 000 Euro zahlt die Stadt als Ausgleich für das Haus am Gründgensplatz, das nicht genutzt werden kann. Alles, was darüber liegt, übernimmt das Schauspielhaus.