Machen Taxifahrer in Düsseldorf Jagd auf Uber?

Verkehr : Machen Taxifahrer in Düsseldorf Jagd auf Uber?

Ein Chauffeur soll in Düsseldorf von drei Taxifahrern eingeschüchtert und blockiert worden sein. Der Taxi-Chef will jetzt den Fall prüfen.

Am vergangenen Montag machten 200 Taxifahrer mit einem wütenden Hupkonzert ihrem Ärger über den neuen Konkurrenten Uber Luft. Doch bei dem Protest ist es angeblich nicht geblieben. Am Mittwoch sollen drei Taxifahrer einen Chauffeur von Uber verfolgt und  bedroht haben. Dennis Klusmeier, der Vorstand von Taxi-Düsseldorf, will den Vorfall überprüfen.

Ein Fahrgast hatte auf seiner Facebook-Seite über die erste Fahrt mit Uber berichtet. Damit war er sehr zufrieden. Doch ihm fiel auf, dass die ganze Zeit ein Taxi hinter den beiden herfuhr. Am Ziel angekommen, seien kurz danach noch zwei weitere Taxis aufgetaucht, die den Uber-Fahrer blockierten. Dem vor der Türe noch wartenden Fahrgast habe man dann zugerufen, dass hier nichts los sei, man wolle nur reden. Doch der Uber-Mitarbeiter sollte offenbar eingeschüchtert werden. Erst als der Fahrgast Fotos machte, verschwanden die Taxis wieder.

In der Uber-Zentrale ist der Fall bekannt. „Wir verurteilen derartiges Verhalten gegen Taxi-Fahrer und Chauffeure, die die Uber-App nutzen. Wir halten die betroffenen Fahrer an, Anzeige zu erstatten, und werden sie, sollten sie sich dafür entscheiden, im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen,“ erklärte ein Unternehmenssprecher. Langfristig sehe man sich allerdings vielmehr als Partner und wolle mit den lokalen.Taxi-Unternehmen zusammenarbeiten. In Berlin werde das schon sehr erfolgreich praktiziert.

Taxi-Chef Klusmeier will sich selbst ein Bild machen

Dennis Klusmeier, der Vorstand von Taxi-Düsseldorf, will sich erst selbst ein Bild von dem Vorfall machen. Grundsätzlich könne er den Unmut seiner Kollegen aber verstehen: Taxifahrer werden regelmäßig genau kontrolliert. Bei Mietwagen gelten ganz andere gesetzliche Bestimmungen.“ Das sei absolut ungerecht.

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