Lukas Gäßler

Trainer beim Ruderclub Germania aus Hamm

Seit dem Herbst ist Lukas Gäßler U 17-Trainer im Ruderclub Germania aus Hamm, nun startet er in die Wassersaison. In den Osterferien war er mit den Trainerkollegen und Sportlern im Trainingslager in Neuruppin. 19 Jahre jung und mit dem Trainer-B-Schein hat der gebürtige Bonner viele Ziele vor Augen.

War Leistungsport immer schon ein Thema für Sie?

Lukas Gäßler: Zunächst fing ich im Kinderbereich mit dem Breitensport an, konnte aufgrund der Lage des Vereins am Rhein nur Gigboot fahren. Anschließend war ich zwei Jahre als Junior im Leistungssport aktiv und schließlich noch ein Jahr im U 23-Bereich. Doch die Strukturen waren nicht gegeben, um optimalen Leistungssport zu betreiben. An den Wochenenden fuhren wir zum Training an den Fühlinger See. Sogar den Rheinmarathon bin ich als Junior mitgefahren. Den Vorteil nutzten wir bei der Eurega, auf unserer Hausstrecke.

Wann kam die Idee, als Trainer einzusteigen?

Gäßler: Im Verein mangelte es an Ausbildern für Ruderanfänger. Weil mich die Trainertätigkeit interessierte, bin ich eingestiegen und betreute dann auch mal die Kinder.

Welche Aufgaben stehen an?

Gäßler: Neben dem Einsatz als U 17-Trainer unterstütze ich die Trainer der anderen Bereiche. Vor allem bin ich mit Alfred Schimmelpfenning in der Nachwuchsgewinnung und -entwicklung eingesetzt. Als Trainer stehen zahlreiche weitere Aufgaben an: Organisation und Begleitung von Jugendwanderfahrten, die Unterstützung bei Veranstaltungen wie Sommercamp, Rheinmarathon, Weihnachts-Ergo-Cup, Düsseldorf am Ruder oder Teamleader-Training.

Sie sind ein junger Trainer. Wie sehen Ihre Pläne aus?

Gäßler: Ich hoffe, ich kann in diesem Jahr meinen A-Schein machen, der DRV entscheidet das. Man ist eine Woche an der Trainerakademie in Ratzeburg nahe Hamburg, das Weitere läuft über eine Online-Plattform, zudem hat man einen Mentor an der Hand. Nach einem Jahr wird erneut eine Woche in Ratzeburg gelehrt, dann folgt die Prüfung. Parallel würde ich gerne den Nachwuchstrainerschein machen, das dauert ein halbes Jahr.

Rudern Sie selbst noch? Oder machen Sie in ihrer Freizeit anderen Sport?

Gäßler: Bei der Achterregatta bei den Kölner Lichtern auf dem Rhein starte ich noch gerne, und beim Weihnachts-Ergo-Cup bin ich den Sprint gefahren. Für richtige 2000-Meter-Rennen reicht es nicht mehr. Zudem spiele ich immer noch sehr gerne Fußball. Das tut schon gut, mal anderen Sport außerhalb des Rudersports zu machen.